Bluttat im Gericht
Sheriff erschießt in US-Kleinstadt Richter
In Whitesburg im US-Bundesstaat Kentucky hat am Donnerstag ein Sheriff einen Bezirksrichter im Gerichtsgebäude erschossen. Zuvor war es offenbar zu einem Streit zwischen den beiden Männern gekommen. Der 43-jährige Sheriff wurde ohne Zwischenfälle verhaftet und des Mordes angeklagt.
Laut Angaben der Lokalzeitung „The Mountain Eagle“ betrat der Sheriff von Letcher County, Shawn M. Stines, am Nachmittag das Gerichtsgebäude und teilte den Mitarbeitern mit, er müsse mit dem Richter, Kevin Mulins, sprechen. Die Männer hätten sich dann in das Büro des Bezirksrichters begeben, kurze Zeit später seien die tödlichen Schüsse gefallen.
Mehrmals auf Bezirksrichter geschossen
Ersten Ermittlungen zufolge feuerte der Sheriff mehrere Schüsse auf den 54-jährigen Bezirksrichter ab. Anschließend sei er mit erhobenen Händen aus dem Amtszimmer gekommen. Im Foyer seien Stines – ohne Zwischenfälle – Handschellen angelegt worden. Sonst sei niemand zu Schaden gekommen.
Mullins, der das Richteramt 15 Jahre lang innehatte, starb noch am Tatort. Informationen der „Washington Post“ zufolge hielten sich zum Zeitpunkt der Bluttat am Nachmittag rund 50 Menschen im Gerichtsgebäude in Whitesburg - einer ländlichen Kleinstadt mit rund 1700 Einwohnern - auf.
Staatsanwalt: „Welle des Mitgefühls“
Die tödlichen Schüsse in Whitesburg lösten einen Schock in der Kleinstadt in den Appalachen aus. Der leitende Staatsanwalt des Bezirks sprach von einer Welle des Mitgefühls, als er sich und sein Büro aus Befangenheit von den Ermittlungen im Fall zurückzog, da er familiäre Bindungen zu Mullins hat.









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