14.08.2019 10:35 |

Für 9789 Haushalte

Niedrige Zinsen lassen Mieten erstmals sinken

Wohnbau-Landesrätin Andrea Klambauer (Neos) meldet einen ersten Erfolg im Kampf gegen teures Wohnen. Mit 1. Juli des Vorjahres wurden Darlehen für ältere geförderte Mietshäuser umgeschuldet. Bei 65 Quadratmetern sparen sich die Bewohner 52 Euro im Monat. Nun folgt ein zweiter Teil des Programms.

„Die Vorgabe war, dass alle Einsparungen direkt an die Mieter weitergegeben werden“, so Klambauer. Die Umschuldungen ermöglichen günstigere Mieten für 9789 Wohnungen, die alle vor 2006 errichtet wurden: 2961 in der Stadt, 1982 im Pinzgau, 1769 im Pongau, 1617 im Flachgau, 1308 im Tennengau und 152 im Lungau. Bewohner in 95 der 119 Gemeinden ersparen sich insgesamt 5,6 Millionen Euro pro Jahr.

Dem Wohnbauförderungsbeirat legt Klambauer heute eine weitere Gesetzesnovelle vor, mit der ab Mitte kommenden Jahres die Mieten für 9000 zusätzliche Wohnungen sinken sollen, die zwischen 2006 und 2015 gebaut wurden. Hier sind nicht mehr die Banken die Darlehensgeber, sondern das Land. Und dieses senkt einfach den Zinssatz von eineinhalb auf ein Prozent. Das kostet auf eine mittlere Laufzeit von 36 Jahren gerechnet insgesamt 40 Millionen Euro.

Dank niedrigerer Mieten sinkt die Wohnbeihilfe

Dem stehen allerdings Einsparungen bei der Wohnbeihilfe gegenüber. „Wir haben zwar mehr Ansuchen um Unterstützung, aber die Höhe insgesamt geht zurück“, so Klambauer. So musste das Land 2018 noch 26,4 Millionen Euro an Beihilfen aus der Wohnbauförderung locker machen. Heuer sind es um 900.000 Euro weniger. Dabei wurden sogar 29 Millionen Euro budgetiert.

Völlig ungewöhnlich kommt sogar Lob von der oppositionellen SPÖ für die beiden Mietsenkungsprogramme Klambauers.

Landesweit gibt es in Stadt und Land 35.000 geförderte Mietwohnungen. Das entspricht einem Anteil von knapp zwölf Prozent aller Salzburger Haushalte.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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