25.07.2019 18:10 |

Tour de France

Alaphilippe verteidigt Gelb auf erster Alpenetappe

Lokalfavorit Julian Alaphilippe hat das Gelbe Trikot des Gesamtführenden auf der ersten Alpenetappe der Tour de France am Donnerstag erfolgreich verteidigt und liegt nach dem 18. Tagesabschnitt 1:30 Minuten vor dem Kolumbianer Egan Bernal. Der konnte als einziger auf Alahilippe Zeit gutmachen und sorgte so für kolumbianische Festspiele: Der Tagessieg ging an seinen Landsmann Nairo Quintana.

Am abschließenden Hors-Categorie-Anstieg hinauf zum Col du Galibier, verlor Alaphilippe kurz vor der Passhöhe den Kontakt zu seinen direkten Konkurrenten. Doch zum Glück für den Leader endete das Teilstück nicht oben auf dem 2.622 m hohen Pass, sondern erst 12 km später im Tal unten in Valloire. Mit einer verwegenen Abfahrt fand der Franzose bald wieder Anschluss an die meisten Anwärter auf den Tour-Sieg.

Am Ende vermochte von den Favoriten einzig Bernal in der ersten von drei schweren Alpen-Etappen Zeit auf den Leader gutzumachen. Der erst 22-Jährige holte auf Alaphilippe - und auch auf den britischen Vorjahressieger Geraint Thomas, den Niederländer Steven Kruijswijk, den Franzosen Thibaut Pinot und den Deutschen Emanuel Buchmann - 32 Sekunden heraus. Dritter ist nun Thomas (+1:35). Kruijswijk, Pinot und Buchmann folgen in dieser Wertung ebenfalls mit weniger als 45 Sekunden Rückstand auf Bernal.

Der Tagessieg ging an Quintana, der zum dritten Mal in der Frankreich-Rundfahrt eine Etappe gewann. Der früh ausgerissene Kolumbianer siegte solo mit eineinhalb Minuten Vorsprung vor dem Franzosen Romain Bardet, der zugleich auch das Bergpreis-Leadertrikot übernahm. Als Dritter lag der Kasache Alexei Luzenko eine weitere Minute zurück.

Buchmanns Helfer Gregor Mühlberger kam 15:17 Minuten nach Quintana ins Ziel, mit Patrick Konrad fehlten einem weiteren Bora-Fahrer 22:40. Im Gesamtklassement sind die beiden Österreicher als 31. (Konrad) und 32. etwas mehr als 1:03 Stunden hinter Alaphilippe. Lukas Pöstlberger (Bora), der vor einigen Tagen Vater geworden war, war zur 18. Etappe nicht angetreten.

Mit der Königsetappe ist erst ein Drittel der Alpen-Kletterei geschafft. Am Freitag und Samstag stehen zwar zwei kürzere Teilstücke auf dem Programm, diese haben es trotzdem in sich.

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