20.07.2019 13:27 |

Belastung mäßig

Angst vor Ragweed beeinflusst Urlaubsplanung

Die Pollenbelastung in einigen Regionen beeinflusst immer stärker auch die Urlaubsplanung. Allergiker machen lieber in den Bergen Ferien, weil die Pollenbelastung dort geringer ist. Berichte über eine hohe Belastung durch Ragweed (Ambrosia) in Kärnten sorgen jetzt für Ärger, zumal diese nicht den Tatsachen entsprechen.

Erstens: Das Beifußgewächs Ambrosia blüht erst im August und nicht jetzt schon. Zweitens: In Kärnten gibt es sehr wenige Regionen, wo es wächst. Einer, der Ragweed seit vielen Jahren auf dem Monitor hat, ist der Chef der Pollenwarnung, Helmut Zwander: „Ich fahre regelmäßig Kärnten ab und vergewissere mich. Die Belastung, die an etwa drei Tagen im Jahr gemessen wird, ist nicht hausgemacht. Deshalb wundern mich solche Nachrichten.“

Die Pollen fliegen hauptsächlich von Slowenien ein. Dort hat man den Kampf gegen den Neophyt offenbar nie wirklich aufgenommen und lässt ihn ungehindert wuchern. Zwander: „Wir in Kärnten leiden an einigen Tagen darunter. Die Pflanze ist von Amerika eingeschleppt worden und zählt zu den üblen Arten. Die Samen sind nämlich bis zu 40 Jahre keimfähig.“

Die Ragweed-Allergie ist besonders unangenehm, weil sie die Pollensaison bis in den Herbst verlängert. Außerdem reichen nur wenige Pollenkörner aus, um Beschwerden auszulösen. Und die Ragweed-Allergie führt häufig zu Asthma. Experten raten übrigens, beim Ausreißen der Pflanze Handschuhe zu tragen. Zwander: „Das empfehle ich jedem; ob man nun allergisch ist oder nicht!“

Ragweed richtig entsorgen:
Die Pflanze ausreißen bevor sie ihre Blüte erreicht hat. Auf keinen Fall in die Biotonne oder in der freien Natur entsorgen. Werfen Sie sie in den Hausmüll.

Serina Babka
Serina Babka
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