13.07.2019 11:30 |

Hotelprojekt Kirchberg

Eigentümer-Verein dementiert Nähe zu ÖGB

Kritik an Grundstücksgeschäften im Umfeld des Alpenhofs in Kirchberg weist der betroffene Eigentümer-Verein Sozialwerk Bau-Holz zurück. Hauptsächlich Einheimische hätten davon profitiert, die leistbaren Baugrund erhielten. Man wolle nicht in einen schmutzigen Wahlkampf hineingezogen werden.

Die von einigen Kirchberger Bürgern geäußerte Kritik an der Vorgangsweise der Grundverkäufe entbehre jeder Grundlage, sagt Othmar Danninger, Obmann des Vereins Sozialwerk Bau-Holz. Er betont auch die Unabhängigkeit von Parteien: „Wir sind keine Vorfeldorganisation von SPÖ oder ÖGB, wir sind überparteilich und unabhängig.“ Woher der Wind weht, sei für ihn völlig klar: „Der ÖVP-Wirtschaftsbund versucht, uns ins Misskredit zu bringen. Wir wollen aber nicht hineingezogen werden in einen offenbar schmutzig werdenden Wahlkampf.“

Grundverkäufe brachten laut Verein 1,6 Millionen
Die Grundverkäufe im Jahre 2014 stellt Danninger nicht in Abrede. Die Hälfte der umgewidmeten Flächen sei an Kirchberger gegangen. Rund 1,6 Millionen Euro habe der Verein insgesamt lukriert. Dass das Geld letztlich nicht in den Alpenhof investiert wurde, sondern in andere Vereinshäuser in Österreich, sei eine interne, betriebswirtschaftlich notwendige Entscheidung gewesen: „Der Alpenhof hat keine Gewinne geschrieben, große Investitionen wären angestanden.“

Positive Signale und mündliche Zusagen für 500-Betten-Hotel
Daher habe man das Haus mit Sozialplan für 30 Mitarbeiter 2018 geschlossen und den Verkaufsprozess für das ganze Areal gestartet. „Von Gemeinde, aber auch Land kamen positive Signale und auch mündliche Zusagen für ein Hotel mit 500 Betten. Wir haben daher nicht an den Meist-, sondern an den Bestbieter verkauft“, so Danninger.

Alpenhof-Areal „touristisches Schmuckstück“ 
Interessenten habe es genügend gegeben. „Bei dem 3,3 Hektar großen Areal handelt es sich um ein Schmuckstück“, sagt Bürgermeister Helmut Berger. Sozialer Wohnbau sei eine Option gewesen, „aber es war eigentlich Allparteien-Konsens, dass das Areal in dieser Lage rein touristisch verwertet werden soll“.

Kirchberg hat Aussicht auf 200 Arbeitsplätze, sollte das Großhotel realisiert werden. Wenn nicht, wackelt auch der Verkauf, der dem Verein 17 Millionen Euro bringen würde. Dass Gelder versickern, weist Obmann Danninger zurück: „Wir haben mehrere Wirtschafts- und eine Finanzamtsprüfung hinter uns.“  

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