Weg mit fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle, Erdgas - Schluss mit Atomkraft und nur noch Wind-, Wasser-, Sonnenkraft: eine Vision für die Zukunft, zumindest in dem neuen Film. Was hältst du davon? Am Ende der Story kannst du deine Meinung posten und eine Abstimmung findest du in der Infobox.
Irja Martens im "Krone"-Interview:
"Krone": Worum geht es im Film "Die 4. Revolution"?
Irja Martens: Es geht um die Vision, dass im Jahr 2040 der gesamte Energiebedarf, also hundert Prozent, aus erneuerbaren Quellen gespeist wird. Also völlige Umstellung auf Solarenergie und Elektromobilität - für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Wir richten da den Blick auf alle Bereiche des Lebens.
"Krone": Kann man Ihre Visionen auch auf die Steiermark umlegen?Martens: Natürlich. Es kann sowohl im Großen als auch im Kleinen funktionieren. Jede Region muss sich einen eigenen Mix aus erneuerbaren Energien zusammenstellen. Für die Steiermark interessant: Alternative Konzepte revolutionieren die Autoindustrie. Die Botschaft des Films ist deshalb: Es ist möglich, also fangen wir heute damit an.
"Krone": Glauben Sie, dass Sie mit Ihrem Film ein Umdenken bewirken können?
Martens: Wir versuchen es zumindest, indem wir vermitteln: Jeder Einzelne kann Produzent und Konsument erneuerbarer Energien sein. Der Film stimuliert und regt also sicher zu Diskussionen an.
Bernhard Puttinger im "Krone"-Interview:
"Krone": Tut die Steiermark wirklich genug, um die Ressourcen zu schützen?
Bernhard Puttinger: Unser Bundesland hat bereits in den 1970er-Jahren damit begonnen. Damals hat man sich's halt vom Nachbarn abgeschaut, wenn er auf dem Dach eine Solaranlage installiert hat. Laut einer aktuellen Statistik haben wir in der Steiermark die weltweit höchste Dichte an Unternehmen, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert haben.
"Krone": Wie viel CO2 wird bei uns pro Jahr ausgestoßen?
Puttinger: Die Steiermark emittiert jährlich 15 Millionen Tonnen CO2, 6,3 Millionen Tonnen wiederum werden eingespart.
"Krone": Wie können unsere Unternehmen profitieren?
Puttinger: Es bieten sich große Chancen für sie. Die steirische Firma Paugger baut etwa Photovoltaiktankstellen. Der Energie- und Umwelttechnikbereich ist ein echter Zukunftsmarkt.
"Krone": Was wünschen Sie sich von der Politik?
Puttinger: Von der Bundespolitik wünsche ich mir, dass sie geeignete Rahmenbedingungen für einen besseren Heimmarkt schafft. Wir haben da Aufholbedarf.
von Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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