28.06.2019 08:00 |

Fußball

Nicht nur beim SAK soll Großes wachsen

Aufsteiger SAK rüstete für die „Regionalliga neu“ gewaltig auf, die 2. Liga ist finanziell aber noch nicht abgesichert. Neue Konkurrenz kommt aber auch aus Salzburg: Der FC Pinzgau hat dank US-Investoren neue Möglichkeiten und hält Starcoach Christian Ziege. Dazu kommen zwei Pinzgauer von Vorwärts Steyr heim.

Sowohl SAK-Trainer Andi Fötschl als auch Präsident Christian Schwaiger halten den Ball vor der ersten Saison in der „Regionalliga Salzburg“ flach. Als Aufsteiger und Großinvestor (zwölf Neue sind schon da) ist der SAK zwar der Gejagte. „Aber die Regionalliga ist eine ganz andere Nummer“, weiß Fötschl nur zu gut, dass das kein Selbstläufer wird. Für den Erfolg wurde aber an vielen Schrauben gedreht.

Trainer- und Funktionärsteam: Hans-Peter Berger bleibt nicht nur im Tor, sondern er war als neuer sportlicher Leiter auch wesentlich an der Kaderzusammenstellung beteiligt. Ein „Funkturm“ für den Sturm (Montag trifft ein spanischer Testpilot ein) soll noch kommen Den kann sich Roman Wallner gleich unter die Fittiche nehmen: Der Ex-Teamstürmer ist als Individualtrainer für die Offensive ein Gewinn. „Vor allem für die Jungen“, weiß Fötschl.

Der Präsident: Christian Schwaiger hat sein erstes Etappenziel mit dem Salzburger Liga-Titel erreicht. „War auch für die Sponsorenverhandlungen wichtig.“ Er gibt zu: „Finanziell sind wir für die 2. Liga noch nicht gerüstet. Dafür brauchst du 2,5 Millionen pro Saison. Das kann ich allein mit meiner Firma nicht stemmen.“

Infrastruktur: „Die Zweitliga-Tauglichkeit ist auf jeden Fall umsetzbar“, sagt Schwaiger. Größter Brocken: das neue Flutlicht, das 800.000 € kostet, zwischen Stadt (etwa drei Viertel) und Land aufgeteilt werden soll. „Vize-Bürgermeister Auinger hat eine mündliche Zusage gegeben, das Geld reserviert“, sagt Klub-Legende Penco. Nächste Schritte: Ausschreibung, Angebots-Einholung und Beschluss im Gemeinderat – das Datum ist offen.

Der FC Pinzgau startet am Samstag unter der Leitung von Christian Ziege in die Regionalliga-Vorbereitung. Der einstige deutsche Teamspieler und Bayern-Star hatte das Traineramt in Saalfelden nach dem Aus von Franz Seiler schon im letzten Meisterschaftsfünftel übernommen und war seitdem auch in alle Transferaktivitäten eingebunden. Sein Engagement für die komplette neue Saison steht – bis auf die Unterschrift.

Nachdem Pinzgau in den vergangenen Jahren in der Westliga fast permanent in den Abstiegskampf verwickelt war, will der Klub im neuen Liga-Format eine dominierendere Rolle spielen, nimmt mit entsprechenden Verstärkungen sogar den Einzug ins Frühjahrs-Play-off ins Visier.

Dafür will der Klub unter anderem die Brüder Philipp und Christoph Bader von Zweitligist Vorwärts Steyr zurück holen. Stammverein der beiden Defensivspieler ist St. Martin/L. – bei Saalfelden waren sie in der Saison 2011/12 im Nachwuchs gemeldet. Ehe sie 2014 nach Oberösterreich (erste Station Gmunden) wechselten.

Doch das Pinzgauer Management geht auch andere, neue Wege. Über Vermittlung einer amerikanischen Investorengruppe erhält FC Pinzgau bis zu fünf Kooperationsspieler aus dem zweiten Glied von Real Salt Lake, Achter der Western Conference der Major Soccer League. Die in Saalfelden Gelegenheit bekommen, den europäischen Fußball kennen zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Die ersten werden in den nächsten Tagen erwartet.

Herbert Struber
Herbert Struber
Harald Hondl
Harald Hondl

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