Klares Abseitstor

Sturm nach Schiri-Blackout in Rage: “Das hat Methode!”

Steiermark
12.04.2010 12:22
Wie schon so oft in dieser Saison hat am Sonntag auch beim Schlagerspiel der 29. Runde der tipp3-Bundesliga zwischen Austria Wien und Sturm Graz das Schiedsrichter-Gespann mit einer klaren Fehlentscheidung für Wirbel gesorgt. Referee Drabek und sein Assistent Bernhard Zauner ließen das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg der Veilchen gelten, obwohl Torschütze Roland Linz mehrere Meter im Abseits stand. Die Grazer könnten deswegen den Europa-League-Zug verpassen und sind dementsprechend wütend.

"Das hat Methode, da ging es ja nicht um 20 Zentimeter, sondern um fünf Meter", schäumte Sportdirektor Oliver Kreuzer. "Die österreichischen Schiedsrichter sind einfach zu schwach. Man sollte sie bei Spielen in den Topligen auf die Tribüne setzen und sie schulen", forderte der langjährige Bayern-München-Verteidiger. Kreuzer ortet wie sein deutscher Landsmann und Trainer Franco Foda eine extreme Häufung an Fehlpfiffen gegen Sturm. "Wir sind jetzt schon in sehr vielen Spitzenspielen gravierend benachteiligt worden", so Foda.

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Wien-Lastigkeit der Unparteiischen?
Während Sturm-Goalie Christian Gratzei die Schiris aufforderte, ihre Prämien für einen guten Zweck zu spenden, sieht Mittelfeld-Akteur Jakob Jantscher eine klare Wien-Lastigkeit der Unparteiischen. "In Wien wird man manchmal runtergetragen, der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden."

"Es geht um Millionen"
Sieben Runden vor Schluss liegt Sturm nun bereits acht Punkte hinter der drittplatzierten Austria. "Da geht es um Millionen-Einnahmen für den Verein", merkte Foda an. Diese sind jedoch noch lange nicht dahin, denn Sturm steht im Cup im Halbfinale und könnte ja auch noch in der Liga eine Aufholjagd hinlegen. Und an die glaubt auch der kämpferische Sturm-Trainer. "Wenn wir so wie gegen die Austria spielen, dann können wir aus den letzten sieben Spielen 21 Punkte holen", erklärte Foda.

Assistent Zauner entschuldigt sich
Auch Referee Dietmar Drabek und sein entscheidend beteiligter Assistent Bernhard Zauner suchten nach dem Schlusspfiff und dem Studium der TV-Bilder keinerlei Ausreden. "Ein Blackout, wie wenn ein Spieler unbedrängt ein Eigentor erzielt", ging der 45-jährige Zauner, der über Erfahrung in der Champions League verfügt, mit sich selbst hart ins Gericht.

Zauner und Drabek entschuldigten sich bei Sturm, dies konnte die nach der Partie tobende Delegation aus Graz jedoch ganz und gar nicht beruhigen.

Daxbacher: "Eine schwere Fehlentscheidung"
Bei der Szene des Tages gab es auch für Austria-Trainer Karl Daxbacher keinerlei Zweifel: "Eine schwere Fehlentscheidung, die nicht passieren darf." Die drei Punkte, die mit dem vierten 1:0-Sieg en suite und den insgesamt neunten in dieser Saison eingefahren wurden, nahm Daxbacher aber natürlich dankend an. Die Violetten sind gegen Sturm schon sechs Partien (4-2-0) und in der Liga seit fünf Runden (4-1-0) ungeschlagen.

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