Nach Wolf-Schock

U21-Schwur: „Wir werden jetzt für Hannes spielen“

Der Schock um Österreichs U21-Star Hannes Wolf, der sich beim 2:0 zum EM-Auftakt in Triest gegen Serbien den Knöchel brach (siehe Video oben), ist riesengroß. Seine Kollegen sind in Gedanken bei ihm und wollen nun auch für ihn um den Aufstieg kämpfen.

Kurz nach 22 Uhr stand in der Triester Klinik Cattinara fest: Hannes Wolf hat sich im rechten Fuß den Knöchel gebrochen. Seine bisher schwerste Verletzung. Schon als der Flügel nach hartem Foul von Jovanovic in der 77. Minute vom Feld getragen werden musste, war der Schock im ÖFB-Lager groß. Just Juwel Wolf traf’s, der bei der EM-Premiere den historischen ersten Treffer erzielt hatte. „Diese Verletzung tut mir irrsinnig leid“, fand etwa Kapitän Philipp Lienhart, „der Hannes ist einer unserer absoluten Topspieler.“

Einer, der in den letzten beiden Partien drei Tore schoss (zwei beim Test-3:1 gegen Frankreich) und sich so auf die EM gefreut hatte. Der 20-Jährige meinte vorab zur „Krone“: „Ich glaube, für uns ist in Italien vieles möglich. Wir haben Selbstvertrauen, sind eine sehr gute Truppe.“ Jetzt fällt der Jungstar monatelang aus.

Trost gespendet
Als Wolf ins Hotel zurückkehrte, begaben sich die Kollegen in sein Zimmer. Wie Sandro Ingolitsch, der mit ihm bei Salzburg 2007 die Youth League gewonnen hatte. „Er war niedergeschlagen. Wir haben ihm Essen und Trinken gebracht, versucht, ihn aufzubauen.“

Auch Kevin Danso, der für seine Leistung sogar von Außenstehenden „Bravissimo“ oder „Grande“ gehört hatte: „Wir haben dem Hannes diesen Sieg gewidmet, werden jetzt noch mehr für ihn spielen.“ Für Keeper Alex Schlager stand fest: „Wir wissen, wie wichtig der Hannes für uns ist. Er hat die ganze Saison auf einem super Level agiert.“ Und Sascha Horvath, der per Freistoß den 2:0-Endstand fixiert hatte, schoss nach: „Wir werden uns jetzt zusätzlich anstrengen, um für ihn noch mehr Punkte zu sammeln.“

Kein „Erzduell“
Das Ziel heißt Halbfinale - wäre gleichzeitig auch das bereits fixe Olympia-Ticket. Dass es am Sonntag zum Gruppen-Abschluss gegen Deutschland geht, hätte auch Wolf motiviert. Nicht zuletzt wegen des Duells gegen seinen Neo-Leipzig-Kollegen Klostermann. Nebensache - denn wie meinten einige treffend: „Das Wichtigste ist, dass der Hannes so rasch wie möglich wieder fit wird.“

Stimmen zur Verletzung von Hannes Wolf:

Werner Gregoritsch:
„Es ist fürchterlich für uns, weil sich Hannes mit der Aufgabe identifiziert hat, dem Team zu helfen, und gezeigt hat, dass er sehr wichtig ist.“

Philipp Lienhart:
„Die Verletzung von Hannes tut mir irrsinnig leid. Er ist ein absoluter Topspieler in unserer Mannschaft - jetzt werden wir auch für ihn spielen.“

Alexander Schlager:
“Wir wissen, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist - der Hannes hat die ganze Saison auf einem super Level agiert. Und jetzt ist alles vorbei.“

Sascha Horvath:
“Es ist sehr bitter, weil der Hannes auch als Mensch immer am Boden bleibt und ganz normal ist - einfach ein extrem toller Teamkollege!“

Christian Mayerhofer (Friaul), Kronen Zeitung

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