Nach Lähmung

Fast ein Wunder: „Luna“ lernte wieder laufen!

Die Tierärzte diagnostizierten eine Quer- schnittslähmung und sprechen jetzt fast von einem Wunder: Luna, die Hüttenhündin der Wettersteinhütte, kann wieder laufen!

Die bezaubernde „Luna“ genießt jetzt ihr wiedergewonnenes neues Leben. Dem Bordercolliemischling war am 2. November des Vorjahrs zu Hause im Pitztal die Jagd auf einen Fuchs zum Verhängnis geworden. Die neunjährige „Luna“ stürzte über eine Stützmauer und konnte nicht mehr aufstehen. Die Hinterläufe waren lahm „Unser Tierarzt befürchtete eine Querschnittslähmung und riet uns, in München eine genaue Diagnose erstellen zu lassen“, sagt „Lunas“ „Herrl“ Hans Schütz, der gemeinsam mit seiner Frau Beate die Wettersteinhütte im Gaistal führt. In München bestätigte sich leider der Verdacht. „Die Ärzte wollten auch nicht mehr operieren, weil das Risiko von Komplikationen zu groß schien“, erzählt Schütz.

Lage schien aussichtslos
Doch nicht die Lähmung an den Hinterbeinen war das größte Problem. Die Ärzte informierten Hans und Beate auch darüber, dass „Luna“ jetzt nicht mehr selbstständig ihr „Geschäft“ verrichten könne. Die Situation schien aussichtslos, aber bereits nach der Rückkehr aus München zeigte sich ein völlig unerwarteter Lichtblick am Horizont. Schütz: „Ich hob ‘Luna‘ aus dem Wagen und übte dadurch unbewusst Druck an der richtigen Stelle aus, so dass sie selbstständig Wasser lassen konnte.“ Obwohl die Tierärzte kaum eine Chance auf Verbesserung des Gesundheitszustands sahen, betreuten Hans und Beate „Luna“ fast wie einen menschlichen Pflegefall. „Sie hatte offensichtlich keine Schmerzen und fraß normal“, sagt Hans. Sonst hätte man sie „erlösen“ müssen.

Pflege rund um die Uhr
Sobald „Luna“ auf ihrer Auflage, wie man sie auch für pflegebedürftige Menschen verwendet, unruhig wurde, kam sie ins Freie, um ihr Geschäft zu verrichten. „Herrl“ und „Frauerl“ massierten „Luna“ regelmäßig die Fußballen und führten sie – an den Hinterläufen mit einem Gurt gehalten – ins Freie. Es dauerte nicht lange, bis sich erste Erfolge einstellten. Die Lähmungssymptome besserten sich. Zu Beginn der Wintersaison dann der erste richtige Genesungsschritt: „Als ich sie bei der Ankunft vor der Wettersteinhütte aus dem Fahrzeug hob, begann ‘Luna‘ erstmals selbstständig mit den Hinterläufen herumzurudern“, schildert Hans Schütz.

Tierarzt: „Das ist fast ein Wunder!“
Die Rückkehr in ihr eigentliches Zuhause - „Luna“ wuchs auf der Hütte auf - verlieh dem Tier Kraft. Die Fortschritte hielten an. Nach dem Winter ging der positive Trend im Pitztal weiter. Der nächste große Schub folgte dann im Mai, als „Luna“ erneut auf die Wettersteinhütte kam. „Sie kann jetzt selbstständig aufstehen und gehen“, sind Hans und Beate glücklich. „Luna“ kommt inzwischen sogar Gästen entgegen und spaziert allein über die Stufen vor der Hütte hinab und wieder hinauf. „Fast ein Wunder“, meint der Tierarzt.

Peter Freiberger, Kronen Zeitung

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