Mo, 24. Juni 2019
12.06.2019 14:52

Nach Vettel-Wirbel

Rennkommissar: „Auch härtere Strafe war möglich“

Sebastian Vettel ist mit seiner umstrittenen Fünf-Sekunden-Strafe beim Formel-1-Rennen von Kanada einer schärferen Sanktionierung sogar noch entgangen. „Der Fünf-Sekunden-Zeitzuschlag für Vettel ist die geringste Strafe, die für solch ein Vergehen ausgesprochen werden kann“, sagte der in Montreal zuständige Sportkommissar des Weltverbands FIA, Hans-Gerd Ennser.

„Möglich wären auch noch härtere Sanktionen wie 10 beziehungsweise 20 Sekunden oder eine Stop-and-Go-Strafe gewesen“, erklärte Ennser.

„Gefährliche Rückkehr“
Der beim siebenten Saisonrennen lange in Führung liegende Vettel war in der 48. Runde mit seinem Ferrari vom Asphalt abgekommen und übers Gras gefahren. Als er wieder zurück auf die Strecke kam, drängte er Verfolger Lewis Hamilton im Mercedes nahe an eine Mauer. Vettels Manöver wurde von den Rennkommissaren als „gefährliche Rückkehr auf die Strecke“ gewertet und bestraft. Hamilton siegte dadurch vor Vettel, obwohl dieser als Erster die Ziellinie überfahren hatte.

Weitere Verfehlungen
Der Deutsche leistete sich am Sonntag weitere Verfehlungen, unter anderem vertauschte er im Parc Ferme die Nummerntafel vor dem Siegerauto. „Uns wurden diese Vorfälle mitgeteilt. Wir waren der Meinung, wegen der hohen Emotionen und dem großen Druck, unter dem Vettel stand, keine weiteren Strafen zu verhängen“, erläuterte Ennser.

Einspruch
Ferrari beschäftigt sich indes weiter mit einem Einspruch gegen das umstrittene Urteil. Die Scuderia hat bis zu 96 Stunden nach Ablauf des Großen Preises von Kanada am Sonntagabend (MESZ) Zeit, gegen den aberkannten Sieg von Vettel offiziell Protest einzulegen.

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker

Newsletter