Bogenschütze gefasst

Arbeitgeber: „Wollen ihm eine zweite Chance geben“

Ein unbeteiligter Zeuge gab am Freitagvormittag den entscheidenden Tipp: Kurz vor 9 Uhr wurde der gesuchte Sportschütze R. M. in Bad Goisern (Oberösterreich) festgenommen. Wie berichtet, hatte der 50-Jährige am Mittwochabend einen Pfeil in Richtung seiner Ex-Lebensgefährtin Angelika S. geschossen und war untergetaucht. Sein Arbeitgeber heißt das Geschehene nicht gut, will ihm allerdings eine zweite Chance geben, erklärt er gegenüber der „Krone“.

„Der Verdächtige hat sich widerstandslos festnehmen lassen“, sagt Polizeisprecher Michael Babl. Die Nacht dürfte R. M. in einem Wald bei Ischl verbracht haben. Dort wurden sein Sportbogen und eine Armbrust gefunden. Damit war die groß angelegte Suchaktion zu Ende.

Arbeitgeber erleichtert
Gegen M. wird weiter nur wegen gefährlicher Drohung ermittelt, weil nicht davon ausgegangen werden kann, dass er Angelika S. verletzten wollte. Der abgeschossene Pfeil schlug zehn Meter neben der Ex-Freundin ein. Sein Arbeitgeber Ernst M. zeigt sich im „Krone“-Gespräch erleichtert, dass der 50-Jährige gefunden worden ist. „Wir haben ihm nach dem Vorfall eine SMS geschickt, dass er sich melden soll“, erzählt der 62-Jährige. 

Am Montag sei R. M. noch ganz normal zur Arbeit erschienen. „Er war wie sonst auch, nur ein bisschen ruhiger“, erzählt der Chef. Nach der Trennung von Lebensgefährtin Angelika S. vor drei Wochen habe der 50-Jährige eine Woche freibekommen, um Abstand zu gewinnen. „Die Trennung hat ihm zu schaffen gemacht, wir haben ihm eine Unterkunft vermittelt.“

Arbeitsplatz wird freigehalten
Er will seinem Mitarbeiter die Stelle als Bäcker nun so lange freihalten, bis M. wieder arbeitsfähig ist. „Er hat einen Blödsinn gemacht und muss dafür geradestehen. Doch wir geben ihm eine zweite Chance – schließlich hat er niemanden verletzt“, sagt Bäckermeister Ernst M.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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