Im ersten Bullen-Jahr:

„Tankstelle war mein Versteck“

Mit der „Krone“ ließ Christoph Leitgeb seine zwölf Bullen-Jahre Revue passieren. In Teil eins: Warum Leitgeb beim Salzburg-Wechsel in eine völlig andere Welt eintauchte, der Ex-Sturm-Kicker Trapattoni anfangs gar nicht verstand, er eine Osterreise nie vergisst!

Nächsten Sonntag beim Saisonkehraus gegen St. Pölten komplettiert Christoph Leitgeb sein zwölftes Jahr in Salzburg, dann endet für die Klub-Legende das Profi-Kapitel an der Salzach. Höchste Zeit, auf unvergessene Momente zurückzublicken! Was der Frohnatur angesichts Erlebnissen sonder Zahl alles andere als schwer fällt: Der Wechsel im Sommer 2007 bedeutete ja gleich einen tiefen Einschnitt ins Leben des heimatverbundenen Grazers: „Eigentlich“, erzählt „Leiti“, „wollte ich nicht weg von Sturm“.

Eifrig werkten die Manager aber im Hintergrund am Transfer des Sturm-Juwels. Als Oliver Kreuzer, damals Salzburg-Sportboss, plötzlich bei der Eltern-Haustüre in Graz anklopfte, wurde Leitgeb der Ernst der Sache klar: „Papa hat angerufen, ich solle sofort heimkommen. Ich war da mit Kumpeln in der Stadt unterwegs“ Weil Sturm Geld brauchte, ging der Blondschopf, betrat im glitzernden Red Bull-Stall eine neue Fußballwelt. „Bei Sturm habe ich Autogramme auf Holzbänken geschrieben, bei Salzburg gab’s das etwa am Motorboot!“

Zickler, Kovac und Co. - plötzlich spielte der damals 22-Jährige inmitten echter Stars. Dazu Trainerlegende Trapattoni, Assistent Matthäus. Schon beim denkbar knappen Aus in der Königsklassen-Quali gegen Donezk im August - die Ukrainer stiegen dank eines Tores im Rückspiel in Minute 87 auf - war Leitgeb Stammkraft. „Mal italienisch, mal englisch, Sätze mit ,Di da do di di do“ - ich hab ihn am Anfang gar nicht verstanden. Man musste sich nach Besprechungen oft für sich selbst etwas zusammenreimen“, grinst Leiti.

Die Saison endete auf Rang zwei titellos. Dafür brannte sich die „Ostersonntag-Demütigung“ zu Hause gegen Rapid auf alle Ewigkeiten ein. „Nach dem 0:7 bin ich mit Andi Herzog zum ÖFB-Team nach Wien gefahren. Irgendwo auf der A1 sind wir zu einer Raststätte raus. Dort waren Scharen von Rapid-Fans. Ich wollte, konnte sie an diesem Tag einfach nicht mehr sehen, hab mich auf der Tankstelle versteckt!“

Lesen Sie hier (https://www.krone.at/1927956) in Teil 2: Welche Sträuße Leitgeb mit den holländischen Trainern ausfocht.

Valentin Snobe
Valentin Snobe
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