18.05.2019 13:00 |

Schwieriger Prozess

Viele Versionen zu Skiunfall in Ischgl

Der mutmaßliche Verursacher, das Opfer und Zeugen erlebten im Februar einen Skiunfall in Ischgl mit, der nun am Landesgericht Innsbruck „aufgearbeitet“ wurde. Nicht untypisch für solche Fälle: Die Schilderungen unterscheiden sich enorm. Der Angeklagte (62) darf auf eine Diversion hoffen.

Rote Piste 2A am 17. Februar 2019 in Ischgl: Ein deutscher Skifahrer (46) liegt plötzlich mit einem Trümmer-Schienbeinkopfbruch im Schnee - „weil plötzlich ein anderer Skifahrer von schräg hinten kam, sich unsere Skier verhakten und ich dann nach vorne stürzte“, erklärte das mit Krücken erschienene Opfer. Der Zweitbeteiligte sei dann einfach weitergefahren. „Ich habe weder einen anderen Skifahrer noch eine Kollision wahrgenommen, sondern hörte nur ein Rattern hinter mir“, beteuerte der angeklagte Versicherungskaufmann. Rund 25 Meter weiter sei er dann stehen geblieben, da wurde er auch schon von einem couragierten Zeugen gestoppt.

Gar nicht berührt?
Dieser betonte, dass er aus 100 Meter Entfernung eine Berührung der Skifahrer gesehen habe. Eine Angehörige des Angeklagten beharrte allerdings darauf, dass sich die Männer gar nicht nahe gekommen waren. Der Angeklagte räumte letztlich ein, dass er eine Kollision doch nicht ganz ausschließe. Diese ansatzweise Verantwortungsübernahme eröffnet den Weg zu einer Diversion (Ausgleich ohne Strafe). Dafür sind vorerst 500 Euro Schadenersatz fällig und die Klärung der Frage, ob die Haftpflicht für weitere Forderungen einspringt.

Andreas Moser
Andreas Moser

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