Verband zu voreilig

IOC gnadenlos! Großer Frust um Kitz-Überraschung

Ski Alpin
30.01.2026 06:30
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach dem Kitzbühel-Hoch gibt es für Luis Vogt jetzt Olympia-Frust. Die voreilige Nominierung des DSV hat für ihn jetzt Folgen. Vogt hat es nicht in den Olympia-Kader geschafft – eine Bitte der Deutschen hat das Internationale Olympische Komitee jetzt abgewiesen.  

Sein achter Platz im Abfahrts-Klassiker in Kitzbühel hat für ein Ausrufezeichen gesorgt. Vogt zeigte sich anschließend selbst überwältigt, und doch stand gleich ein Elefant im Raum. Denn der Deutsche Olympische Sportbund hatte sein Aufgebot für die Winterspiele voreilig bereits vor dem Kitzbühel-Wochenende eingereicht.

Der 23-Jährige war dabei nicht berücksichtigt worden – mit seinem Top-Ergebnis in der Gamsstadt hätte er aber alle Anforderungen für ein Olympia-Ticket erfüllt. Den Deutschen stehen für Bormio nur fünf Startplätze zur Verfügung, und diese waren da bereits vergeben. Allerdings auch an den angeschlagenen Alexander Schmid und an Anton Grammel, der die Norm nur zum Teil erfüllt hat. Einen Platz nachträglich zu streichen, kam für den DSV allerdings nicht infrage. 

„Wir haben einen jungen Athleten, der die Olympia-Qualifikation schafft, aber nicht mitgenommen werden darf. Das ist ein Traum, den du als Kind hast. Du erfüllst das Kriterium – und wenn der dann nicht mitgenommen wird, gehe ich auf die Barrikaden. Das kann nicht sein“, echauffierte sich deshalb auch Ex-Skirennläufer Felix Neureuther. Ihm stört dabei vor allem, die neue Quotenregelung für Olympia, die den Deutschen, wie anderen „größeren“ Nationen weniger Startplätze zugeordnet hatte. 

IOC zeigt sich gnadenlos
Der Deutsche Skiverband versuchte noch korrigierend einzugreifen. In einem Brief an das IOC baten die Deutschen um eine Erlaubnis, Vogt wenigstens für die drei Abfahrtstrainings in Bormio nachzunominieren. So hätte er die Voraussetzungen erfüllt, um nachrücken zu können, falls sich einer der anderen Fahrer verletzen würde. 

Das IOC zeigte sich aber gnadenlos und erteilte der Bitte eine klare Absage. Nur am letzten Training dürfte Vogt teilnehmen – angesichts der schwierigen Verhältnisse in Bormio zu wenig. Von einer „nicht besonders befriedigenden Lösung“, sprach DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier. „Wir wollten nicht die internationale Quote sprengen, wir wollten nur die Möglichkeit haben, mit zwei Leuten im Training zu fahren“, erklärte er die Intention. Für Vogt ist der Traum von Olympia damit aber wohl endgültig geplatzt. 

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