Do, 23. Mai 2019
20.04.2019 10:00

Premieren am Land:

Wird Pool-Kalender durch Strafgebühren abgelöst?

Das warme, ungetrübte Osterwetter verlockt manchen Pool-Besitzer schon zum Neubefüllen. Doch dabei gibt es in manchen Gemeinden einiges zu beachten, zumindest, sich an vorgegebene Füllzeiten zu halten. Eberschwang im Bezirk Ried kassiert sogar Extra-Wassergebühren für Pools, beim Anschluss und für den Verbrauch. Wallern im Bezirk Grieskirchen verlangt schon länger eine Pool-Gebühr.

In der Innviertler Gemeinde Eberschwang gibt’s neuerdings ein „Poolerhebungsblatt“, weil der Gemeinderat im Dezember beschlossen hat, neben der Anschluss- auch eine Verbrauchsgebühr für Pool-Befüllungen einzuheben - ab 10 Kubikmetern. Ab 40 Kubikmetern wird ein „Hunderter“ als Zuschlag zur normalen Wassergebühr fällig. Kontrolliert wird mittels „aktueller Luftbilder“.

Zusätzliche Brunnen sind nötig
SPÖ-Bürgermeister Josef Bleckenwegner begründet das damit, dass wegen der Verbrauchsspitzen zusätzliche Brunnen gebohrt werden müssten. Die Kosten dafür sollen nach dem Verursacherprinzip verteilt werden. Eine Unterschriftenaktion dagegen läuft bereits.

Quadratmeter-Abgabe in Wallern
In Wallern an der Trattnach gibt es einen Pool-Zuschlag zur Wasserbezugsgebührschonseit 2016 - allerdings nicht auf Kubikmeter, sondern auf Quadratmeter bezogen. In beiden Gemeinden gelten die Pool-Gebühren nur, wenn das Wasser aus der örtlichen Leitung entnommen wird. Sonst ist in solchen Fällen der „Pool-Kalender“ zum Vermeiden von Verbrauchsspitzen der Regelfall, man muss sich also bei der Gemeinde eine Füllzeit zuteilen lassen.

Strafgebühren auch für Versorger
Etwa in Altenberg bei Linz, wo aber indirektmit einer Gebühr gedroht wird:„Wenn dieses System (der Befüllzeiten) weiterhin funktioniert, sieht sich die Gemeinde nicht gezwungen, eine eigene Gebühr für Schwimmbadbesitzer einzuführen.“ Denn die Gemeinde müsse ihrerseits bei Überschreitungen eine Strafgebühr an den Wasserverband zahlen, dem sei man in den vergangenen Jahren immer nur „knapp entgangen“.

Druckverlust und Strafrechtsdrohung
Neumarkt im Mühlkreis hat wegen befürchteter Schäden an Haushaltsgerätendurch Druckverlustegenaue Spielregeln für die Befüllung aus der Ortsleitung, vom Hydranten oder durch die Feuerwehr - mit Mehrkosten in den beiden Sonderfällen. In Schalchen (Bezirk Braunau) ist die Meldedisziplinder Schwimmbadbesitzer offenbar so schlecht, dass sogar aufs Strafrecht (Wasserdiebstahl) hingewiesen wird.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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