18.04.2019 12:41 |

Schwerpunktaktion

1,5 Kilo Drogen in Postpaketen entdeckt

Im Zuge einer Schwerpunktaktion von Polizei und Zoll sind in der vergangenen Woche 1310 Gramm und 807 Stück Drogen, 869 Stück gefälschte Arzneiwaren, 500 Zigarillos sowie 250 Packungen Kautabak in den Postverteilzentren in Wien sichergestellt worden.

Mit Unterstützung von Zoll-Diensthunden, zwei Röntgenfahrzeugen sowie einem stationären Röntgengerät wurden dabei rund 4500 Sendungen kontrolliert. 33 Mitarbeiter der Zollämter Wien, Eisenstadt Flughafen Wien und St. Pölten Krems Wiener Neustadt waren gemeinsam mit der Landespolizeidirektion Wien und dem Bundeskriminalamt bei dem dreitägigen Schwerpunkt im Einsatz.

Drogen per Post verschickt
Ein alarmierender Trend sei die Nutzung des sogenannten Darknet, des verborgenen Teils des Internet, als Hauptumschlagplatz für illegale Waren aller Art. Insbesondere Suchtmittel werden immer öfter per Post oder mit Kurierdiensten verschickt, hieß es vom Finanzministerium. Im Jahr 2018 beschlagnahmte das Zollamt Wien 41.219 Kilogramm und 26.594 Stück Rauschgift aus Postsendungen. Hauptsächlich handle es sich dabei um Amphetamine und Ecstasy, LSD, Kokain und Crystal Meth. Auch Cannabis und Heroin wurden in unterschiedlichen Darbietungsarten verschickt.

2018 wurde außerdem ein Anstieg bei illegalen und gefälschten Medikamenten verzeichnet, wie bereits der Produktpirateriebericht 2018 belegte. Bei 2817 Aufgriffen wurden vom österreichischen Zoll insgesamt rund 1,2 Millionen Schmuggel- und Plagiatsarzneiwaren aus dem Verkehr gezogen. Neben den 869 Stück gefälschten Medikamenten wurden bei den Schwerpunkttagen außerdem 95 weitere Fälle von Produktpiraterie aus den Bereichen Bekleidung und Accessoires verzeichnet.

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