11.03.2019 15:02 |

Auf Grazer Plabutsch

Minus 180.000 Quadratmeter: Wirbel um Wald-Deal

Bei einem Waldtausch mit einem privaten Besitzer auf dem Plabutsch verzichtet die Stadt Graz auf Flächen von knapp 20 Hektar. Die Kommunisten sind fassungslos. Der Grazer VP-Finanzstadtrat Günter Riegler sieht hingegen einen Gewinn. 450.000 Euro könnten so etwa in neue Grünflächen investiert werden.

Der Hintergrund: Insgesamt besitzt die Stadt Graz auf dem Plabutsch 920.000 Quadratmeter Wald. 420.000 Quadratmeter dieser Fläche gehen nun an einen privaten Waldbesitzer. Im Gegenzug erhält die Stadt von diesem 240.000 Quadratmeter Wald retour - ebenfalls auf dem Plabutsch.

Macht unter dem Strich ein sattes Minus von180.000 Quadratmetern Waldbesitz für die Stadt.

Der Grazer VP-Finanzstadtrat sieht darin kein Problem - vielmehr einen Gewinn für Graz und seine Bürger.

Gewinn für die Stadt oder blanker Zynismus?
„Wir schenken die knapp20 Hektar nicht her. Sie werden mit rund 450.000 Euro abgegolten. Die Bewertung erfolgte durch einen gerichtlich beeideten Sachverständigen. Dieses Geld fließt in den Kauf neuer Grünflächen im Stadtgebiet.“

Riegler ortet einen Gewinn für die Grazer: „Wir haben Wald auf der Thaler Seite des Plabutsch abgegeben und Wald auf der Graz zugewandten Seite dazubekommen. Dieser Grundabtausch entsprich auch einem vom Gemeinderat der Stadt Graz erlassenen Waldbewirtschaftungskonzept.“ Es gehe darum, den Graz zugewandten Teil des Plabutsch als Naherholungsgebiet zu schützen.

„Das ist eine zynische Argumentation“, findet KP-Chefin Elke Kahr. Sie sieht vor allem „einen herben Verlust an Grünflächen für die Stadt. Auch vor dem Hintergrund, dass für die geplante Seilbahn sieben Hektar Wald auf dem Plabutsch gerodet werden müssten.“

Kommunisten: Wer profitiert eigentlich?
Und Kahr legt noch nach: „Ein Vorteil für die Stadt ist bei diesem Tausch nicht zu erkennen. Es stellt sich die Frage, wer profitiert. Die Bürger mit Sicherheit nicht.“

Gerald Richter
Gerald Richter

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