Dünnes Eis

Ein zugefrorener See ist nun mal keine Rennstrecke!

Steiermark
26.02.2010 13:56
Laut Feuerwehr war es "unfassbarer Leichtsinn", der am Donnerstagnachmittag im Bezirk Graz-Umgebung einen Großeinsatz ausgelöst hat: Einige Geschwindigkeitsfanatiker hatten den vereisten Schwarzlsee mit einer extravaganten Rennstrecke verwechselt - das Ergebnis dieses Irrtums sieht man oben im Bild.

Wie die Freiwillige Feuerwehr Unterpremstätten in der Nacht auf Freitag berichtete, war es gegen 14 Uhr, als "einige Erwachsene" mit ihrem Buggy über den zugefrorenen Schwarzlsee preschen wollten. Weit kamen sie nicht.

Die Eisdecke war nicht so dick wie erhofft - und so ging's für Gefährt und Fahrer bald bergab. Rund 20 Meter vom Ufer entfernt brach der Buggy ein und ging unter. Der junge Lenker des Fahrzeugs, der auch Teilnehmer der Motorsport-Show "Masters of Dirt" ist (Freitag bis Sonntag im Schwarzl-Freizeitzentrum), konnte sich mit einem Hechtsprung noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Buggy von 23 Männern per Seilwinde geborgen
Dann rückten die Einsatzkräfte an: die Freiwillige Feuerwehr Unterpremstätten und die Feuerwehrtauchstaffel Graz-Umgebung. Am Rand des Sees wurde ein Loch in die Eisfläche geschnitten (siehe Diashow in der Infobox), um den Tauchern einen sicheren Einstieg zu gewährleisten - schließlich sollten die ja nicht auch noch einbrechen.

Die Taucher befestigten ein Seil am Buggy, der in sechs Metern Tiefe am Grund des Sees lag. Mit einer Winde wurde das Gefährt dann aus dem Wasser gezogen. Insgesamt standen 23 Feuerwehrmänner mit fünf Fahrzeugen im Einsatz. Der "Spaß" dürfte dem Buggy-Lenker teuer zu stehen kommen, denn die Kosten für die Bergung wird er selbst übernehmen müssen, so die Polizei.

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