21.02.2019 10:10 |

Zerstörerische Worte?

Papst: „Lieblose Kritik an Kirche ist Teufelswerk“

Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. „Wer die Kirche nur um der Kritik willen kritisiert, spielt das Spiel des Teufels“, sagte das Kirchenoberhaupt sinngemäß am Mittwoch.

Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887-1968) zu folgen: „Er hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist“, sagte er am Mittwoch im Petersdom in Rom. Zwar sei es richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen, so der Papst bei einer Begegnung mit einer Pilgergruppe aus der italienischen Erzdiözese Benevent.

Ankläger sind Freund und Familie des Teufels
„Lebt wie Christen und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg“, so der Heilige Vater. Jeder müsse sich immer bewusst sein, dass er selbst auch Sünder sei und daher auch anderen vergeben. Schon die Bibel spreche vom Teufel als Ankläger. Wer sein Leben nur damit verbringe, anzuklagen, sei Freund und Familie des Teufels.

Kirchliches Fest „Kathedra Petri“
Bei der anschließenden Generalaudienz in der vatikanischen Nervi-Halle rief Papst Franziskus zum Gebet für seinen emeritierten Vorgänger Benedikt XVI. (91) auf. „Betet für mich und mein Amt und auch für Papst Benedikt, damit (dieses Amt) immer und überall die Brüder im Glauben stärke“, sagte er zum Abschluss der Generalaudienz vor mehreren Tausend Gläubigen.

Die ungewöhnliche Aufforderung stand im Zusammenhang mit einem Hinweis des Papstes auf das kirchliche Fest „Kathedra Petri“, das am kommenden Freitag begangen wird. An diesem Tag gedenkt die Kirche der Leitungsfunktion des Bischofs von Rom für die gesamte katholische Kirche, die auf den Apostel Petrus zurückgeht.

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