17.02.2019 14:25 |

Bessere Ampelschaltung

20 Prozent weniger Stau? Veto von Wiens Grünen

„Die Schikanen der Grünen gegen Autobesitzer sind keine Erfindung der Opposition“, liefert jetzt Manfred Juraczka (ÖVP) dafür ein Beispiel: Als die Wiener Polizei die Ampelschaltung an der Oberen Donaustraße bei der Salztorbrücke ändern wollte, stoppte die grüne Bezirkschefin diese Maßnahme zur Stau-Auflösung.

Fast an jedem Wochentag bilden sich an der Oberen Donaustraße entlang des Donaukanals lange Kolonnen. Die Landesverkehrsabteilung der Wiener Polizei wollte die Situation entschärfen und hatte laut einem der „Krone“ vorliegenden Schreiben an die MA 33 der Stadt Wien auch einen Lösungsansatz: Hätten die Autolenker auf der Oberen Donaustraße bei der Signalanlage Salztorbrücke (vor der Raiffeisen-Zentrale) lediglich um fünf Sekunden länger Grün, dann könnten „pro Stunde 96 Fahrzeuge mehr“ passieren, der Stau werde um 20 Prozent reduziert.

Die Fußgeher, die vom 2. Bezirk Richtung Innenstadt über die Donaukanalbrücke oder in die Gegenrichtung gehen möchten, hätten mit dieser Variante noch immer 28 Sekunden zum Überqueren der 19 Meter breiten Fahrbahn, aktuell haben sie dafür 33 Sekunden.

Autolenkern fünf Sekunden weniger Rot verweigert
Die Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt, Ursula Lichtenegger (Grüne), stoppte aber mit ihrem Veto die Initiative der Polizei-Landesverkehrsabteilung: Die MA 33 (Wien leuchtet) schloss sich der Meinung Lichteneggers an, dass (Zitat) „damit die FußgeherInnen-Freundlichkeit beeinträchtigt“ werde - somit bleibt der Stau.

„Da geht‘s um nur fünf Sekunden. Wien braucht wieder eine Verkehrspolitik mit Vernunft“, kritisiert ÖVP-Gemeinderat Juraczka.

Richard Schmitt
Richard Schmitt
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