08.02.2019 19:42 |

Ski-WM in Aare

Ramona Siebenhofer - bittere Tränen wegen „Blech“!

Was für ein bitteres Ende in der Damen-Kombi bei der Ski-WM in Aare: Ramona Siebenhofer ist am Freitag trotz eines für eine Speed-Spezialistin hervorragenden Slaloms nicht belohnt worden! Die Steirerin fasste den gar so unbedankten vierten Platz aus. Ein Ergebnis zwar, mit dem sie nicht gerechnet hätte - um nur vier Hundertstel Bronze zu verpassen, war dennoch ein Nackenschlag. „Ich habe alles reingelegt, das war zu wenig“, sagte sie.

Nach ihrer Bestzeit in der Abfahrt ging Siebenhofer als Letzte der Läuferinnen mit Medaillenchance in die Slalom-Entscheidung. Weltmeisterin Wendy Holdener aus der Schweiz führte zu diesem Zeitpunkt schon vor der Slowakin Petra Vlhova, auf Platz drei lag die Norwegerin Ragnhild Mowinckel. Siebenhofer überraschte mit einem lockeren, flüssigen und fast fehlerfreien Lauf - dennoch reichte es um einen Hauch nicht.

„Die Mo (Mowinckel; Anm.) muss auch einen superguten Slalom gehabt haben“, sollte sich Siebenhofer später gefasst geben. Bei den ersten Interviews mit Fernsehen und Radio konnte sie ihre Tränen nicht unterdrücken. Die achtbeste Slalomzeit war nicht zu erwarten gewesen, zumal es Siebenhofer bei ihren fünf Weltcup-Starts im Slalom nie gelungen war, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren.

Nach den ersten Interviews ging es schnurstracks zur Dopingkontrolle, dann zur Siegerehrung. Dazwischen gab es aber dennoch genügend Gelegenheiten, sich trösten zu lassen - zunächst von ihren Teamkolleginnen. „Ich bin beim Ziel raus und die sind schon da gestanden, haben mich in die Arme genommen und haben mitgeweint“, verriet Siebenhofer.

Auch Freund Talon, der am Dienstag wie so viele verspätet in Aare angekommen war, habe sie schon in die Arme geschlossen. „Das tut dann schon gut, wenn dann wer da ist, der einen auffängt“, sagte Siebenhofer, die nach Rang 15 im Super-G noch eine Chance hat, ihre erste WM-Medaille einzusacken. Am Sonntag steht bei der WM die Spezialabfahrt der Damen an. „Abhaken und nach vorne schauen“, meinte die 27-Jährige. „Am Sonntag schlagen wir dann zurück.“

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