01.02.2019 12:14 |

Detailplanung startet

Geliebt - oder gehasst? Der neue Wienzeile-Radweg

Jetzt kommt der lückenlose Wiental-Radweg: Die Stadt Wien präsentierte die Pläne für den Lückenschluss der Verbindung beim Naschmarkt auf der Linken Wienzeile. Der Autoverkehr soll nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Es fallen allerdings 77 Parkplätze weg.

Durch den neuen Radweg soll die Lücke zwischen Getreidemarkt und Köstlergasse geschlossen werden. „Die Stadt schafft mit dem Radweg eine durchgehende attraktive Radverbindung entlang des Wienflusses von der Oper bis zur Stadtgrenze bei Purkersdorf. Damit wird der Naschmarkt künftig auch für Kundinnen und Kunden, die mit dem Fahrrad anreisen, sehr gut erreichbar sein. Für Familien im 6. Bezirk ermöglicht der Radweg eine sichere Anbindung an das Wiener Radverkehrsnetz“, heißt es dazu auf der Website „Fahrrad Wien“.

Ersatz für wegfallende Parkplätze geplant
Wie bereits berichtet, fallen durch den Umbau jedoch 77 Parkplätze auf der Linken Wienzeile weg. „Für rund 60 Parkplätze plant die Stadt Wien großzügigen Ersatz in den umliegenden drei Parkgaragen. Dort soll ein neues Angebot speziell für NaschmarktbesucherInnen geschaffen werden. Die Stadt Wien erarbeitet derzeit ein entsprechendes Modell“, wird in einer Aussendung aus dem Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) mitgeteilt.

In einem nächsten Schritt werde man sich jetzt über die Detailplanung vor Ort informieren und mögliche Optimierungen vornehmen. Lösungen für die offenen Punkte, wie zum Beispiel ein detailliertes Lieferkonzept oder ein Leitsystem für die Parkgaragen, sollen nun erarbeitet werden.

FPÖ entrüstet über Pläne
Entrüstet zeigt sich die FPÖ in Anbetracht der präsentierten Pläne: „Der Verlust von 77 Parkplätzen am Naschmarkt stellt eine Katastrophe für den ohnehin schon von drängender Parkplatznot geplagten 6. Bezirk dar“, so der Mariahilfer FPÖ-Bezirksparteiobmann Leo Kohlbauer. 
Doch nicht nur die wegfallenden Parkplätze seien ein Problem: „Schanigärten am Naschmarkt werden ebenfalls der Rad-Lobby geopfert“, befürchtet Toni Mahdalik, Verkehrssprecher der Wiener FPÖ.

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