Es ist eines der raren Interviews, die der „Terminator“ gibt. Und so war es, Kitzbühel-Trubel hin oder her, Arnold Schwarzenegger auch bei seinem Gespräch mit der „Krone“ ein Anliegen, uns allen den (Klima-)Spiegel vorzuhalten. Und wenn jemand weiß, wie es ist, dranzubleiben und sich in eine Sache zu verbeißen, dann er. Der Talk.
„Krone“: Warum haben Sie, neben Wien, besonders aber auch Kitzbühel dazu auserkoren, um Ihre Messages unter die Menschen zu bringen?
Arnold Schwarzenegger: Ich glaube fest an Synergien – daran, Wege zu finden, wie 2 plus 2 mehr als 4 ergibt. Unser Special Dinner for Climate Action findet in Kitzbühel statt, Heimat des weltweit intensivsten Skirennens, weil der Kampf gegen Umweltverschmutzung denselben Mut und die gleiche Entschlossenheit erfordert wie eine Abfahrt am Hahnenkamm. Wien, mit seiner reichen Geschichte und internationalen Ausstrahlung, ist der ideale Ort, um Umwelthelden aus aller Welt zusammenzubringen, einander zu inspirieren, Ideen auszutauschen und echte Erfolge in der Nachhaltigkeit zu feiern.
Es mutet an wie eine Sisyphusarbeit, die Sie mit ihren Mitstreitern wie Monika leisten: Was ist dabei Ihr Antrieb und ist irgendwo Licht am Ende des Tunnels?
Ich habe mich noch nie vor schwierigen Herausforderungen gescheut oder davor, das Unmögliche möglich zu machen. Mich motivieren die kommenden Generationen und der Wunsch, ihnen eine bessere Welt zu hinterlassen. Die Arbeit ist herausfordernd, aber ich lasse mich von Menschen wie Monika Langthaler und allen Rednerinnen des Austrian World Summit inspirieren, die niemals aufgeben. Ihr Engagement für unsere Umwelt und unsere Bewegung treibt mich jeden Tag an.
Selbst der „Terminator“ stößt in diesem Aufklärungskampf mitunter an seine Grenzen. Gab es je Situationen, in denen selbst Sie durchatmen mussten, vielleicht sogar ans Aufgeben dachten?
Schwierige Situationen kennt jeder – Aufgeben darf nie eine Option sein. Das Gute in solchen Momenten ist: Niemand führt so einen Kampf allein. Die Kraft der Gemeinschaft, Menschen, die Verantwortung übernehmen und einen antreiben, zeigen mir jeden Tag: Es lohnt sich immer, dranzubleiben.
„Doc Brown“ in „Zurück in die Zukunft“ setzt für den Antrieb seines „Fluxkompensators“ sogar Restmüll ein, der dann zu Treibstoff umgewandelt wird. Eine Traumvorstellung, der Sie etwas für uns alle eines Tages einmal vielleicht abgewinnen können?
Schon vor Jahren habe ich einen meiner Hummer auf Biotreibstoff umgerüstet – um zu zeigen, dass es Alternativen zu Benzin gibt. Später folgten ein Hummer mit Wasserstoffantrieb und einer mit Elektrobatterie. Ich bin sicher, dass ich eines Tages auch einen vierten Hummer auf eine Energiequelle umrüsten werde, die wir heute noch gar nicht kennen. Innovation ist für mich kein Traum und keine Filmszene, sondern das Zusammenspiel von kreativem Denken, Mut und harter Arbeit. Ich bin überzeugt, dass weiterhin großartige Lösungen für eine saubere Zukunft entstehen werden.
Ich bin überzeugt, dass weiterhin großartige Lösungen für eine saubere Zukunft entstehen werden.
Arnold Schwarzenegger über den Kampf für eine grünere Welt
Um den Titel Ihres Buches zu zitieren: „Be useful“ – was kann, oder soll jeder Einzelne von uns tun, um unseren Planeten nachhaltiger, auch für kommende Generationen, zu machen und zu hinterlassen?
Eines gleich vorweg: Niemand muss perfekt oder fehlerfrei sein, das verlangt keiner. Oft reicht es, sich ehrlich zu fragen: Wie kann ich in diesem Moment nützlich sein, und was kann ich konkret beitragen, um die Situation ein Stück besser zu machen. Verantwortung übernehmen, im Alltag handeln und mit kleinen Taten Vorbild sein, jeden Tag ein Stückchen mehr – für uns und die nächste Generation.
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