30.01.2019 12:50 |

Immuntherapie nötig

Masern-Epidemie: Weitere Babys müssen ins Spital

Nach den Masern-Fällen am LKH Graz hat die Kinderklinik 27 von 28 vorsorglich behandelten Säuglingen wieder entlassen. Gleichzeitig wurden aber gleich elf Elternpaare kontaktiert, deren Kinder mit dem Virus in Kontakt gekommen waren. Einige von ihnen wurden sofort zur Therapie ins Spital bestellt ...

Der erste Fall in Graz war am 11. Jänner aufgetreten. Die Folge: Zahlreiche Ansteckungen gingen von dem einen infizierten Burschen (15) aus. Die Inkubationszeit für das Virus beträgt 21 Tage, man muss also weiterhin mit Neuinfektionen rechnen. Auch in Tirol gibt es eine bestätigte Infektion. Derzeit gibt es landesweit über ein Dutzend bestätigte Fälle.

Therapie mit Immunglobulinen
Die 28 Säuglinge waren einer Therapie mit Immunglobulinen unterzogen worden. Bei einem Baby bestehe aber noch der Verdacht einer Infektion, das Laborergebnis sei laut Klinikleitung noch ausständig. Darum bleibt es weiterhin in Quarantäne in der Klinik.

Weitere Babys zur Therapie ins Spital bestellt
Zudem wurden seitens der Klinik elf weitere Eltern kontaktiert, deren Babys mit dem Virus in Kontakt waren. Von ihnen kommen nun laut Spitalsleitung fünf Säuglinge zur Therapie mit Immunglobulinen in die Kinderklinik.

Impfstoff kostenfrei und sicher
„Die Impfung ist für alle in Österreich lebenden Menschen kostenfrei“, so Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein. Auch „Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes sind eindeutig belegt“. In dasselbe Horn stößt auch Kinderklinik-Vorstand Ernst Eber. Man müsse keine Angst haben vor MMR-Impfung (steht für Mumps, Masern, Röteln): „Die Impfung ist gut verträglich“, so der Mediziner.

Gefährliche Folgen
Im Zuge einer Masern-Infektion kann es zu Lungenentzündung, Bronchitis, Mittelohrentzündung oder Gehirnentzündung kommen. Auch bleibende Schäden bis hin zum Tod können die Folge sein, warnt das Gesundheitsmiunisteriums: „Erkranken Kinder unter einem Jahr an Masern, so haben sie das hohe Risiko von eins zu 600, einige Jahre später an einer speziellen Gehirnentzündung zu erkranken, die tödlich endet. Zudem kommt es nach Masern zu einer über mehrere Jahre andauernden Schwächung des Immunsystems, die das Risiko erhöht, an anderen Infektionskrankheiten zu sterben.“

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