24.01.2019 06:30 |

1912 war Beginn

Die Erfolgsgeschichte des Salzburger Flughafens

Kürzlich wurden die aktuellen Zahlen präsentiert (siehe Luftige Bilanz: Weniger Passagiere, mehr Umsatz), die die Erfolgsgeschichte des Salzburger Flughafens untermauern. Die „Krone“-History schaut zurück: 1912 der erste Flieger, 1960 kam die jetzige Piste. Jetzt wird die Start- und Landebahn generalüberholt.

Am 12. Mai 1912 startete Karl Illner zum ersten Schauflug, angeblich waren 15.000 Salzburger Zaungäste des erfolgreichen Ereignisses: Seine „Etrich Taube“, die vom Maxglaner Exerzierfeld startete, war eine Gemeinschaftsentwicklung, die Pilot und Werkmeister Illner mit Flugpionier Igo Ettrich und Motorenbauer Ferdinand Porsche geschaffen hatte.

Die Bedeutung des Flugzeuges wurde rasch erkannt: Schon im Mai 1920 beschloss der Salzburger Landtag unter seinem Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl, einen Flugplatz in Salzburg anzulegen. Offiziell in Betrieb genommen wurde der Flughafen am 16. August 1926. Das Maxglaner Flugfeld war eine planierte Wiese, es gab eine primitive Bretterhütte für die Flugplatzleitung und einen Hangar. Gelandet wurde von der Himmelreich-Kreuzung in Richtung Kuglhof.

Hans Guritzer (1897-1932), mit Ferdinand Porsche befreundet, war ein Flugpionier der ersten Stunde, er gründete die „Alpenflug“-Gesellschaft, baute Flugzeuge und bot von Salzburg und Zell aus Rundflüge an. Er sorgte auch 1927 für eine spektakuläre Aktion: Zur Versorgung der neuen Stauffenhütte warf er 500 Kilo Kohle und ein Fass „Bürgerbräu“ mit dem Fallschirm ab. Schon 1928 konnte man von Salzburg aus 34 Städte mit dem Flieger erreichen, 1929 nahm die Deutsche Luft Hansa den Charterflugbetrieb auf. Im Jahr darauf verzeichnete man bereits 930 Landungen, dabei wurden 2.912 Fluggäste befördert.

1944 wurde die erste, 200 Meter lange und betonierte Piste gebaut. Am 17. Juli 1959 begann der Bau der jetzigen, damals 2200 m langen Piste, die gegenüber dem alten Rollfeld um 60 Grad nach Nordwesten gedreht wurde. Die Inbetriebnahme der Piste feierte man am 1. Juli 1960. Dabei wurde auch die Straßenunterführung der Innsbrucker Bundesstraße in der heutigen Form mit errichtet.

Im Zweiten Weltkrieg blieb der Flughafen verschont, erste regelmäßige Auslands-Flüge gab es aber erst wieder ab 1950. Und 1955 hatte man sogar Flugverbindungen, von denen die Salzburger Passagiere heute nur noch träumen können: Einen Non-Stop-Transatlantik-Flug mit einer Super-Constellation.

Viele Prominente sind seither in Salzburg gelandet: Königin Elisabeth kam 1969, vor ihr waren schon die Beatles (1965) da, US-Präsident Gerald Ford stolperte, als er hier die „Air Force One“ verließ (1975), Herbert von Karajan saß selbst hinter dem Steuerknüppel. Nelson Mandela und Hillary Clinton landeten hier sicher, Papst Johannes Paul II. küsste gleich zweimal Salzburger Boden (1988 und 1998). Und auch die Plane-Spotter hatten in all den Jahren genügend zu fotografieren: Vom langsamsten Flieger, der historischen JU 52 der Deutschen Lufthansa, die hier immer wieder zu Rundflügen startet, bis zum Überschall-Flieger Concorde über der Boeing 747 landeten fast alle Maschinentypen hier. Ein Highlight war dabei sicherlich das Wettrennen zwischen Niki Laudas neuer Boeing 737 und einem Porsche 911 im Jahr 1986.

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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