Do, 24. Jänner 2019

Felder im Interview:

03.01.2019 06:15

„Wunderheiler, der Form einimpft, gibt es nicht“

Skiflug-Weltmeister 1986, Weltmeister 1987 und Weltcupsieger 1991. Andreas Felder hat als Skispringer fast alles gewonnen. Jetzt steht der 56-jährige Tiroler vor seiner wohl größten Herausforderung - er soll in seiner zweiten Amtszeit als Cheftrainer den heimischen Adlern im Jahr der Heim-WM wieder Flügel verleihen.

Frage: Die Tournee ist nach dem Absturz in Garmisch für Österreich verloren. Hand aufs Herz, Andi: Hast du eine schlaflose Nacht gehabt?

„Ich habe deswegen nicht besser oder schlechter geschlafen. Ich habe die Gabe, einen Wettkampf nach einer Analyse abzuhaken. Das Leben geht weiter.“

Frage: Du sagst, dass das Team ruhig weiterarbeiten muss

„Es ist das Einzige, was wir machen können. Es gibt keinen Wunderheiler, der dir von heute auf morgen eine Form einimpfen kann. Es gibt nur solide Arbeit.“

Frage: Mittwoch war Ruhetag. Ihr habt aber auf ein Training am Bergisel verzichtet

„Ich halte nichts von Panikaktionen. Das hätte den Leuten nur Energie gekostet. Sie müssen lernen, im Wettkampf die Leistung abzurufen. Das kann man im Training nicht üben.“

Frage: Der Druck wird aber immer größer

„Wenn du dich entschlossen hast, als Profi-Skispringer bei der Tournee zu starten, muss man mit Druck umgehen können.“

Frage: Was ist in Innsbruck und Bischofshofen noch drinnen?

„Wir dürfen uns nicht narrisch machen. Wir versuchen bei jedem Springen das Beste. Es können drei in den Top 10 wie in Engelberg sein, es kann aber wie in Garmisch passieren, dass nur zwei im Finale stehen.“

Frage: Die heimischen Fans rätseln, warum die einstigen Superadler plötzlich hinterherfliegen?

„Das sind Phasen, die jede Nation durchlebt. Dann hat man halt einmal ein, zwei Jahre, in denen es schwieriger ist und man kleinere Brötchen backen muss. Das gehört dazu, es werden wieder bessere Zeiten kommen.“

Frage: Warum stehst du im Gegensatz zu den anderen Trainern nicht auf dem Turm?

„Seitdem ich Trainer bin, stehe ich unten. Ich kann mich viel besser in den Sprung reinfühlen, wenn ich das komplette Bild sehe.“

Norbert Niederacher, Kronen Zeitung

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