25.12.2018 17:14 |

„Rennt in die Berge!“

Tsunami: Massenpanik in Dorf nach Falschmeldung

Nach dem verheerenden Tsunami in Indonesien mit Hunderten Toten hat das Gerücht einer weiteren Flutwelle am Dienstag in einem Dorf am Meer eine Massenpanik ausgelöst. Hunderte Dorfbewohner, teilweise mit ihren Kindern auf den Armen, flüchteten als das Wasser anstieg. „Rennt in die Berge!“, schrien die verzweifelten Menschen.

Polizei und Rettungskräfte versuchten, den Menschen im Dorf Namens Sumber Jaya zu helfen, bis klar wurde, dass es nur ein Gerücht war: Über die Lautsprecher der örtlichen Moschee hieß es, es habe sich lediglich um den regulären Wechsel von Ebbe und Flut gehandelt.

Vulkan aktiv: Angst vor weiterem Tsunami
Ein verheerender Tsunami war am Samstagabend nach einem Vulkanausbruch ohne Vorwarnung über Küstenregionen und Touristenstrände an der Meerenge von Sunda hereingebrochen. Die Flutwellen trafen im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land. Die Zahl der Toten gaben die Behörden am Dienstag mit 429 an. Knapp 1500 Menschen wurden demnach verletzt, 154 würden noch vermisst.

Ein kleines Wunder am Rande der Katastrophe: Helfer haben offenbar mehr als zwölf Stunden nach dem Tsunami in Indonesien einen fünf Jahre alten Buben lebend aus einem Autowrack retten können

Experten warnten vor weiteren Tsunamis, solange die derzeitige Aktivität des Vulkans Anak Krakatau (Kind des Krakatau) anhalte. Denn sie kann zu weiteren Erdrutschen unter Wasser führen. Die Insel wächst seit Jahrzehnten aus den Überresten der bei der verheerenden Explosion des Krakatau 1882 fast vollständig zerstörten Vulkaninsel aus dem Meer.

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