Nach Protokollaffäre:

Tag der Entscheidung in der Gesundheitsholding

Tag der Entscheidung in der Gesundheitsholding des Landes, welche die Gespag-Landespitäler und das Kepler Uni-Klinikum (KUK) in Linz umfasst. 6 aus 20 ausgesiebte Bewerber rittern heute, Freitag, um drei Geschäftsführerpositionen, an der Spitze Chef-Favorit Franz Harnoncourt.

Mit dabei sind auch die bisherigen Gespag-Vorstände Karl Lehner und Harald Schöffl, die zuletzt durch die „Protokoll-Affäre“ unfreiwillig von sich reden machten, vom Aufsichtsrat dafür zwar getadelt, aber nicht formell diszipliniert wurden.

Kommt eine reine „Männerpartie“?
Wenn auch diese beiden Herren (wieder)bestellt werden, dann gibt es an der Spitze eines wichtigen Landesunternehmens wieder einmal eine reine „Männerpartie“. Es sei denn, Lehner oder Schöffl muss weichen und eine Frau kommt zum Zug.

Beworben und dann doch nicht
Eine gewichtige Frau, nämlich KUK-Geschäftsführerin Elgin Drda, hat sich zwar beworben, die Bewerbung aber wieder zurückgezogen. Warum, sagt sie nicht. Möglicherweise ist ihr klar(gemacht) geworden, dass sie eh keine Chance habe und somit auch ihren KUK-Posten aufs Spiel setze.

Wozu drei Vorstände in der Holding?
Warum die Gesundheitsholding drei Vorstände (neuerdings ohne Gehaltslimit bei 239.000 Euro brutto) braucht, obwohl zur Gespag eh nur die KUK mit ohnehin eigener Geschäftsführungdazugekommen ist, ist nicht wirklich ersichtlich, wurde bisher aber nicht thematisiert.

Aufräumbedarf in der KUK-Versorgung
Es sei denn, Harnoncourt übernimmt in Personalunion auch die KUK-Geschäftsführung, was eh ratsam erscheint, zumal sichim Uniklinikum einiger brisanter Aufräumbedarf bei der medizinischen Versorgungslage angehäuft hat.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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