12.12.2018 06:00 |

Große Nachfrage:

Erstes Pferde-Krematorium geht 2019 in Betrieb

Das geliebte Pferd nach seinem Tod zu Hundefutter verarbeiten zu lassen - für viele Tierfreunde ein wahrer Alptraum. Ab Jänner kann man im südsteirischen Lebring würdevoll von seinem vierbeinigen Freund Abschied nehmen: Auf gut 400 Quadratmetern entstand hier das erste Pferdekrematorium Österreichs.

Für die meisten Pferdebesitzer hat ihr Tier heute den Stellenwert eines Familienmitgliedes. So lässt sich auch erklären, warum sich immer mehr Menschen nach dem Ableben ihres Vierbeiners eine würdevolle Verabschiedung wünschen.

Sogar schon Schlange kremiert
„Wir haben Anfragen aus ganz Österreich, die Nachfrage wird von Jahr zu Jahr größer“, erzählt Eduard Reininger, der die Idee zu dem Pferdekrematorium hatte.

Bislang hat der Weststeirer seine Brötchen mit kleineren Tieren verdient: „Wir hatten schon alles bei uns - vom Frettchen über einen Papagei bis zur Schlange. Das Hauptgeschäft machen aber Hunde und Katzen aus“, sagt der 50-Jährige.

Umzug von Landscha nach Lebring
Da die bisherigen Räumlichkeiten in Landscha zu klein wurden, suchte man in der Umgebung nach einem passenden Bauplatz um zu expandieren. „Fündig wurden wir in Lebring, wo wir auf 400 Quadratmetern drei moderne Verbrennungsanlagen errichtet haben. Im Jänner legen wir los“, erzählt Reiniger.

Verunsicherte Anrainer
Dass das neue Pferdekrematorium Gestank oder etwa Lärm erzeugen könnte, glaubt Bürgermeister Franz Labugger nicht: „Alle Genehmigungen sind durch, die Bezirkshauptmannschaft war dafür zuständig. Die Anlage steht auf einem Industriegebiet direkt neben der Autobahn, die nächsten Anrainer sind relativ weit weg“, betont der Ortschef.

Kosten richten sich nach Gewicht
Ganz billig ist die Verabschiedung von seinem Liebling übrigens nicht: Die Kosten belaufen sich je nach Gewicht auf 900 bis 2700 Euro, hinzu kommt noch der Transport. Mit nachhause bekommt man schließlich eine Urne mit etwa 25 Litern Asche.

Nur die Geigenmusik fehlt
Ob bei der Verabschiedung auch Musik gespielt wird? „Wir haben einen eigenen Trauerraum, aber eine Zeremonie wie bei einem ,echten’ Begräbnis machen wir nicht - bei allem Respekt“, sagt Reininger.

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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