03.12.2018 05:30 |

Chef war der „Spion“

Diebesbande geschnappt: Über 500.000 Euro Schaden

Zu jener Bande, die in der Steiermark, im Burgenland und Niederösterreich Einbrüche mit einem Schaden von 500.000 Euro verübt hatte, wurden Details bekannt. Fünf Tage vor der Festnahme hatten die Ungarn in Krieglach vis-à-vis vom ausverkauften Veranstaltungszentrum im Bauhof reiche Beute gemacht.

Das geschah in der Nacht zum 23. November. Die Täter stahlen einen Klein-Lkw; allein bei diesem Einbruch betrug der Schaden 70.000 Euro. Doch die von Beamten weiterer Einsatzgruppen unterstützten Fahnder des Landeskriminalamts hatten danach die Täter im Visier und verfolgten sie bis nach Niederösterreich.

In der Nacht zum 28. November brach das Quartett in die Bauhöfe Langmannsdorf und Kirchstetten ein und fuhr danach mit zwei Autos nach Böheimkirchen, wo der Bandenchef und seine Freundin erst fünf Tage zuvor eine Mietwohnung bezogen hatten. Dort schnappte die Falle dann zu. Der 50-Jährige und ein Komplize (20) wurden sofort gefasst, zwei Mittätern, eine Brüderpaar (17 und 19 Jahre alt) - sie hatten hinter dem Haus die Polizei kommen gesehen -, konnten flüchten. Sie wurden am Morgen gesichtet und von einem Polizeihund gestellt. Die vier Ungarn zeigen sich geständig und gaben ihre Vorgangsweise preis.

Chef kundschaftete aus
Der 50-Jährige war mit dem Mercedes der Freundin unterwegs, fuhr bis zu 500 Kilometer am Tag, um geeignete Tatorte (ohne Bewegungsmelder und Alarmanlagen) auszuspionieren. Danach rief er seine Komplizen in Ungarn an. Sie brachen in Bauhöfe ein (unter anderem auch in Ludersdorf, Ratten und Vorau), stahlen Werkzeug sowie Autos, bei denen sie die Katalysatoren ausbauten. Die Beute wurde 35 Kilometer nördlich des Plattensees in der Gemeinde Devescer verkauft. „Vom Erlös führten mehrere Familien ein gutes Leben“, berichtet ein erhebender Beamter.

Manfred Niederl
Manfred Niederl

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