23.11.2018 14:05 |

„Schreckliche Musik“

So beleidigen die Briten die schöne Helene Fischer

Helene Fischer - wer? Das dachten sich wohl alle, die nicht in Deutschland, Österreich und der Schweiz daheim sind, als sie am Mittwoch die „Forbes“-Liste der bestverdienenden Musikerinnen anschauten. Da schaffte es die Schlager-Beauty mit ihren Jahreseinnahmen von geschätzten 32 Millionen Dollar nämlich noch vor Celine Dion und Britney Spears auf Platz 8 ins Ranking. Kein Wunder, dass die 34-Jährige jetzt auch international für Schlagzeilen sorgt - wenn auch nicht unbedingt für positive ...

„Sie ist die reichste Musikerin, von der sie noch nie gehört haben …“ Das schreibt der britische „Guardian“ über Helene Fischer, die im letzten Jahr sogar so erfolgreich war, dass sie sich in die „Forbes“-Liste der absoluten Topstars wie Katy Perry, Taylor oder Beyonce drängen konnte. Mit Kritik an der Schlagersängerin halten sich die Briten trotz ihrer Mega-Einnahmen aber nicht zurück. 

„Fischer ist ein Superstar der deutschen Schlagerszene - ein Sound, der in zwei Richtungen geht. Zum einen ist es eine Art Bierhallen-Musik, die sich mit Fragen rund um Alkohol, Frauen und der Bundesrepublik auseinandersetzt. Und zum anderen verkörpert Fischer eine Rolle: die treue Frau, deren Herz vor Atemlosigkeit verstummt, wenn sie an ihren hingebungsvollen Mann denkt, und die ihre weibliche Schwäche ausspielt, um seine Beschützerinstinkte zu wecken“, heißt es im „Guardian“ gnadenlos.

Schlager sei zudem eine Erfindung der deutschen Nachkriegszeit, ein „spiritueller Zwilling der Country-Musik, nur hat Fischer ein aggressives Synth-Pop-Update daraus gemacht, als wäre sie die deutsche Taylor Swift“, fährt die britische Journalistin Laura Snapes in ihrer Abrechnung mit dem Platz 8 der „Forbes“-Liste fort. „Aber da, wo Swifts Pop-Evolution sie cool gemacht hat, ist es nur schwer zu betonen, wie wenig Kritik es für Fischers sehr schreckliche Musik gibt.“

Auch sei über Helene Fischer sehr wenig Privates herauszufinden, wundert sich die britische Zeitung. Nur über ihre Vorliebe für Butter und darüber, dass sie sich gewundert habe, als ihr Freund, „eine deutsche TV-Persönlichkeit“ sich ihr Gesicht auf seinen Arm tättowieren hatte lassen, könne man sich in Interviews informieren. Die Schmähschrift an Helene Fischer schließt die „Guardian“-Journalistin mit einem Zitat Fischers und den Worten: „,Ich habe keine Ambitionen, den britischen Markt zu erobern‘, sagte sie einer Tageszeitung im letzten Jahr. Danke, lieber Gott.“ 

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