Mo, 19. November 2018

Komplizierter Eingriff

09.11.2018 10:40

Siamesische Zwillinge in Sechs-Stunden-OP getrennt

Sechs Stunden hat ein Ärzteteam in Australien am Freitag benötigt, um die siamesischen Zwillinge Nima und Dawa in einer komplizierten Operation zu trennen. Die beiden 15 Monate alten Mädchen aus Bhutan waren am Oberkörper verwachsen und haben den komplizierten Eingriff gut überstanden. Chef-Chirurg Joe Crameri erklärte überglücklich: „Es ist eine Erleichterung und eine Freude. Sie sind nun erstmals in ihrem Leben auseinander.“

Die Operation fand im Royal Children‘s Hospital der Millionen-Metropole Melbourne statt, zwei Dutzend Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger waren daran beteiligt. Kurz nach dem erfolgreichen Eingriff veröffentlichte die Klinik Fotos, wie die Mädchen in getrennten Betten liegen. Nach Angaben der Ärzte atmen sie auch schon wieder eigenständig.

Ärzte sind zuversichtlich
Den Ärzten gelang es, die gemeinsame Leber der beiden Mädchen zu trennen. Zudem konnte der Darmtrakt auseinandergebracht werden. Zum Glück habe es während der Operation keine böse Überraschung gegeben, sagte Crameri. „Wie nach jeder Operation werden die nächsten 24 bis 48 Stunden eine Herausforderung sein. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir ein gutes Ergebnis haben.“

Familie konnte Geld für Operation nicht aufbringen
Die Kinder, die inzwischen eigenständig atmen, müssen jetzt noch einige Zeit im Krankenhaus verbringen. Begleitet werden sie von ihrer Mutter, Bhumchu Zangmo. Die Kosten in Höhe von mehr als 200.000 Euro übernimmt der australische Bundesstaat Victoria, in dem Melbourne liegt. Die Familie selbst hätte das Geld nicht aufbringen können.

Im selben Krankenhaus waren vor neun Jahren bereits siamesische Zwillinge aus Bangladesch erfolgreich getrennt worden. Die Operation dauerte damals insgesamt 38 Stunden. Die Kinder namens Trishna und Krishna leben heute in Australien.

Fehlentwicklung in sehr frühen Entwicklungsstadien
Als siamesische Zwillinge bezeichnet die Medizin eine Fehlentwicklung, die sich schon in sehr frühen Entwicklungsstadien im Mutterleib ausbildet. Einige Babys wachsen nur oberflächlich zusammen, andere teilen Organe oder Gliedmaßen. Benannt ist das Phänomen nach Chang und Eng Bunker, die 1811 in Siam - weitgehend das heutige Thailand - zur Welt kamen und ihr Leben lang miteinander verwachsen blieben.

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