04.11.2018 06:01 |

Tests in Planung

Lügendetektor-Tests: Schon bald an Landesgrenzen?

Es klingt wie der Stoff aus US-Krimiserien oder Hollywood-Filmen, könnte aber an Europas Grenzen bald Realität werden: Einreisekontrollen mit Lügendetektoren! Um die Beamten vor Ort zu unterstützen, sollen die Hightech-Geräte kleinste Regungen im Gesicht erkennen. Erste Tests seien schon in Planung ...

Wie gewaltig die Herausforderungen beim Schutz der EU-Außengrenze sind, zeigt diese Zahl: Nach den aktuellsten Daten reisten 700 Millionen Menschen (!) in die Europäische Union ein. Deshalb ist neben der Aufstockung der EU-Grenzschutzbehörde Frontex auch der Einsatz neuester Techniken geplant: Neben biometrischen Daten wie Fingerabdrücke oder Handflächen-Scans will man offenbar auch auf „intelligente Lügendetektionssysteme“ setzen. Demnächst könnten etwa schon in unserem Nachbarland Ungarn, aber auch in Griechenland und Lettland Tests unter realen Bedingungen an der Grenze stattfinden.

Sensible Sensorik erkennt Lügen
Die auf automatisierte Frage-Antwort-Verfahren spezialisierten Hightech-Geräte sollen anhand kleinster Regungen im Gesicht (Stirnrunzeln, Augenbewegungen) erkennen, ob Einreisende bei Angaben zu ihrer Identität die Wahrheit sagen bzw. potenzielle Risikofaktoren herausfiltern. Das System ist auch in der Lage, um Funktionen wie Abtasten der Augen-Iris oder Infrarotdetektoren, die bei Lügen eine ansteigende Körperwärme registrieren, erweitert zu werden.

BMI verfolgt Diskussion mit Interesse
Auf „Krone“-Anfrage hieß es vom heimischen Innenministerium dazu: „Wir verfolgen die Diskussion darüber mit Interesse und werden uns Informationen von der EU-Kommission einholen.“ Generell sei „alles zu begrüßen, was zu mehr Effizienz und Verbesserung des Außengrenzschutzes führt“.

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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