Mi, 19. Dezember 2018

Ereketionsstörungen

09.10.2018 09:47

Fahndung im Erbgut: Forscher finden Impotenz-Gen

Weltweit leiden Millionen Männer unter einer Erektionsstörung. Die Ursachen für diese können verschiedenster Art sein und reichen von hormonellen Problemen bis hin zu Durchblutungsstörungen. Doch auch eine gewisse Veranlagung kann eine Rolle spielen, wie nun US-Forscher herausgefunden haben. Sie entdeckten laut eigenen Angaben eine Genvariante, die das Risiko für Impotenz erhöht.

Für seine Studie hat ein Team um Eric Jorgenson vom Krankenversicherer Kaiser Permanente in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien die genetischen Daten von 36.649 Männern aus den USA mit einem Datensatz von 222.358 Probanden aus Großbritannien verglichen. Dabei habe sich gezeigt, dass bestimmte Variationen an einer Position in der Nähe des sogenannten SIM1-Gens auf Chromosom 6 in Zusammenhang für Potenzprobleme stehen.

Diese Genvariante erhöhe das Risiko, an einer sexuellen Dysfunktion - also die Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen oder ausreichend lange zu halten - demnach um 26 Prozent, so die Forscher. Damit habe man endlich den Beweis erbracht, dass Impotenz eine genetische Ursache haben könne, schreiben die Wissenschaftler, die hoffen, dass die Entdeckung des Risikofaktors die Tür für neuartige Therapien öffnen werden.

Das Chromosom 6, auf dem sich zwischen 1100 und 1600 Gene befinden, besteht aus 171 Millionen Basenpaaren, den kleinsten Informationseinheiten der DNA. Es enthält rund 5,5 Prozent der gesamten DNA einer menschlichen Zelle.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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