Nach „Kuss-Gebot“:

Verbote in der Schule sind immer wieder ein Thema

Das Wangenkuss-„Gebot“ in der NMS Saxen sorgt für Wirbel - wir berichteten. Viel öfter sorgten aber in Oberösterreich Schulen mit Verboten für Schlagzeilen. So wurde zum Beispiel 2004 in Ohlsdorf bauchfreie Kleidung untersagt, 2008 gab es in Gunskirchen ein Kuss-Verbot. Auch Handy-Verbote wurden diskutiert.

Die Aufregung über die merkwürdig formulierte Grußordnung im neuen Schulplaner war groß, doch Maria Reindl, Direktorin der NMS Saxen wirkte gestern überraschend tiefenentspannt: „99 Prozent der Eltern haben uns richtig verstanden. Die ganze Aufregung entspricht nicht der Realität an unserer Schule, die für ihren wertschätzenden Umgang bekannt ist. Das haben uns auch die Solidaritätsbekundungen vieler Eltern gezeigt.“

Höflicher Umgang unumgänglich
ÖVP-Bildungslandesrätin Christine Haberlander: „Gewisse Regeln für einen höflichen Umgang miteinander sind an Schulen unumgänglich. Regeln, die Schülerinnen und Schülern ein unangenehmes Gefühl bereiten, sind natürlich sofort zu hinterfragen und, wie im aktuellen Fall geschehen, aus dem Regelwerk zu entfernen. Ich begrüße das schnelle Handeln der Direktorin, die die unglückliche Formulierung sofort aus dem Schulplaner entfernt hat und nun gemeinsam die Regeln überarbeiten will.“

“Geht im 21. Jahrhundert nicht“
Schärfer reagiert Herbert Gimpl, Rektor der Pädagogischen Hochschule OÖ - siehe  Interview: „Im 21. Jahrhundert geht so eine Diktion einfach nicht.“

Christoph Gantner/Kronen Zeitung

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