Mi, 19. September 2018

Bei Mega-Manöver

13.09.2018 14:19

Putin will Russlands Armee weiter aufrüsten

Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine weitere Stärkung der Armee angekündigt. Sie solle dabei mit Waffen der neuesten Generation ausgestattet werden, sagte Putin am Donnerstag bei dem im Osten Sibiriens stattfindenden Großmanöver „Wostok 2018“ („Osten 2018“). Die Übung ist die größte seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991. „Es ist das erste Mal, dass unsere Streitkräfte solch einem schwierigen und umfangreichen Test unterzogen werden“, so der russische Staatschef. An der Militärübung nehmen nach offiziellen Angaben 300.000 russische Soldaten sowie mehr als 1000 Militärflugzeuge und -hubschrauber und bis zu 36.000 Panzer teil. Außerdem gibt es gemeinsame Manöver mit chinesischen Streitkräften.

In einer Ansprache vor angetretenen Soldaten sagte Putin, Russland sei ein friedliches Land, das zur Kooperation mit allen interessieren Staaten bereit sei. Zugleich unterstrich er die Pflicht der Soldaten, bereit zu sein, die Souveränität und die nationalen Interessen Russlands und seiner Verbündeten zu verteidigen. Zudem lobte er die militärische Kooperation mit den Nachbarn China und Mongolei. „Unsere Waffenbrüderschaft hat eine lange und feste Tradition“, sagte Putin am Donnerstag auf dem Schießplatz.

Die Streitkräfte der drei Länder würden gemeinsam für Stabilität und Sicherheit in Asien sorgen, sagte Putin der Agentur Tass zufolge. Russland werde um seiner Sicherheit willen seine Streitkräfte weiter ausbauen und trainieren. Sein Land sei aber friedlich, betonte Putin. „Es gibt bei uns keine aggressiven Pläne und es wird keine geben.“

NATO beobachtet Manöver mit Sorge
Die NATO hat angesichts wachsender Spannungen zwischen westlichen Staaten und Russland angekündigt, das Manöver genau zu beobachten. Vor allem Polen und die baltischen Staaten fühlen sich zunehmend von Russland bedroht. Die westliche Allianz hat deswegen Verstärkung dorthin verlegt. Auch die USA, die militärisch in der Asien-Pazifik-Region präsent sind, wollen die Übungen verfolgen.

 krone.at
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