Fr, 16. November 2018

Versorgung & Forschung

12.09.2018 14:05

Innsbrucker Krebszentrum öffnet seine Pforten

Das Comprehensive Cancer Center Innsbruck (CCCI) wird mit Montag seinen Betrieb aufnehmen. Mit der Eröffnung dieses Krebszentrums soll vor allem der Interdisziplinarität Rechnung getragen und die Wartezeit für Patienten verkürzt werden, sagten Verantwortungsträger der „tirol kliniken“ und der Medizinischen Universität Innsbruck am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Die Fortschritte in der Medizin sind rasant. So rasant, dass dabei oftmals kein Stein auf dem anderen bleibt und neue Gebäude errichtet und Zentren aus der Taufe gehoben werden müssen. Im Krebszentrum, das im Neubau der „Inneren Medizin“ sein zuhause gefunden hat, sollen fortan auch „Strukturentwicklungen und Modernisierungsnotwendigkeiten“ sichtbar werden, wie es Christian Wiedermann, Medizinischer Geschäftsführer der „tirol klinken“, ausdrückte.

Die Interdisziplinarität soll in Zukunft stark forciert werden. Man wolle mit dem neuen CCCI auch der „Komplexität Herr werden“, die „Wege zwischen den Ärzten verkürzen“ und für Patienten „den einen Ort“ schaffen, an dem alles gebündelt wird. Medizinisch werde man dank dem neuen CCCI a priori interdisziplinär arbeiten können, etwa wenn in der Orthopädie ein Tumor im Bein abgeklärt wird. Dazu ließe sich auch schon, so Wiedermann, vorsorglich die Radiologie einbeziehen.

Doch nicht nur Disziplinen-Grenzen will man künftig in und mit den neuen Räumlichkeiten überwinden, sondern auch die Forschung vorantreiben. Der Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck, Wolfgang Fleischhacker, sieht in dieser Hinsicht den „universitären Aspekt gut untergebracht“ und gar schon ein Stück seiner „idealen Welt“ im CCCI verwickelt. In ebendieser seien Forschung und Versorgung eng vernetzt. Die Patienten würden von den Wissenschaftern profitieren und umgekehrt, so Fleischhacker.

Die so in den Genuss der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Onkologie, Diagnostik und Bestrahlungstherapie kommenden Patienten müssen dabei übrigens keine Sorge haben, von der „Stammklinik“ wegzukommen. Alexandra Kofler, Ärztliche Direktorin der Innsbrucker Klink, betonte, dass die Aufklärung der Patienten und die Abklärung der Therapiemaßnahmen nach wie vor dort, beispielsweise auf der Gynäkologie, stattfinden. Erst dann komme das neue CCCI ins Spiel, das die Abläufe für die Patienten angenehmer machen solle. Walpurga Weyrer, die die ärztliche Leitung des CCCI innehaben wird, sprach in diesem Zusammenhang auch davon, dass man den Patienten durch die verkürzten Wartezeiten auch Zeit zuhause ermöglichen wolle.In absehbarer Zukunft sollen alle Patienten ins CCCI kommen. Ab Montag ist das Zentrum aber vorerst für Patienten der Inneren Medizin 5 (Hämatologie und Onkologie), der Inneren Medizin 1 (Gastroenterologie) und einen Tag darauf für Patienten der Gynäkologie geöffnet.

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