Fr, 16. November 2018

Rohrbach-Berg

06.09.2018 10:30

Kein Bus: Schicksalstag für Mühlviertler Schüler

Müssen mehr als 200 Schüler bald zu Fuß in ihre Schule in Rohrbach-Berg gehen? Oder finden sich genügend Eltern, die ihren Nachwuchs transportieren? Die Stadt Rohrbach-Berg steht vor einem Riesenproblem. Wie es aussieht, gibt es ab Montag keinen Schulbus mehr aus den Ortschaften. Öffentliche Verkehrsmittel werden dort nicht angeboten. Bürgermeister Andreas Lindorfer setzt nun alle Hoffnung auf ein Gespräch am Donnerstagnachmittag. Ähnliche Probleme mit Veränderungen im Schulbussystem gab es letztes und vorletztes Jahr auch um Vorchdorf und Schwanenstadt.

Seit Tagen steht das Telefon von Lindorfer kaum still: Besorgte Eltern fragen, ob es schon eine Lösung für den Schultransport gibt. Denn das seit Jahren eingesetzte Unternehmen hat den Vertrag gelöst. Zwar war das schon im Februar bekannt, doch bisher hat sich kein Nachfolger gefunden.

Letzte Möglichkeit wird geklärt
Darüber wurde die Gemeinde aber erst am 2. August vom Finanzamt, das die Ausschreibung machte, informiert. Das Amt teilte Lindorfer zudem mit, dass es keinen Anspruch auf einen Schulbus gäbe, das solle er den Eltern mitteilen. Das will der Ortschef nicht hinnehmen, heute gibt es einen Termin: „Ich rede mit dem letztmöglichen Unternehmer, der in Frage kommt.“ Sonst müssen 190 Schüler (darunter rund 50 mit Beeinträchtigung) zu Fuß bzw. mit Eltern oder Fahrgemeinschaften zum Unterricht kommen. Auch 48 Kindergartenkinder sind betroffen, einen Linienverkehr gibt es nicht.

2016 und 2017 gab es auch in anderen Regionen Ärger
Zu Schulanfang hat es zuletzt auch anderswo Wirbel gegeben. Wie berichtet, hat das Finanzamt 2017 im Raum Kirchham-Vorchdorf Doppelgleisigkeiten beseitigt: Schüler haben keinen Schulbus mehr, müssen auf Linienbusse und die Lokalbahn ausweichen, was Eltern in Rage brachte. „Die Lage hat sich beruhigt. Vor allem gibt es nun mit der Traunseetram einen 30-Minuten-Takt, der die Fahrzeit verkürzt“, weiß Kirchhams Ortschef Hans Kronberger. Und 2016 protestierten Eltern rund um Schwanenstadt, weil ihre Knirpse nach einer Schulbus-Streichung auf Linienbusse umsteigen und dafür die stark befahrene B 1 queren hätten müssen. Das wurde am Ende wieder rückgängig gemacht.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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