Nicht nur loslassen

Was Oberösterreichs Jungunternehmer lernen mussten

Das weiße Hemd nicht ganz zugeknöpft, eine Jeans mit modischen Löchern und Sportschuhe - natürlich von Adidas! Dieses Outfit wählte Runtastic-Geschäftsführer Florian Gschwandtner zuletzt für ein Treffen mit Ministerin Margarete Schramböck. Unkonventionell! Andere Wege gehen heute viele Jungunternehmer.

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Für ältere Manager ist es schon ein Highlight, wenn die Krawatte einmal im Schrank bleibt. Ein Anzug ist Pflicht. Anders sind da die Gründer und Jungunternehmer von heute. Florian Gschwandtner liebt den lässig-sportiven Style - nicht nur für das Treffen mit Ministerin Margarete Schramböck. Mit drei Studienkollegen gründete Gschwandtner Runtastic. Die Sport-App krallte sich letztlich Adidas - um 220 Millionen Euro.

„Brauche keine Studie“
Die Gründer blieben in der Firma an Bord, Gschwandtner ist Geschäftsführer. Was in seiner Rolle wichtig ist? „Die wichtigste Fähigkeit ist es, Entscheidungen zu treffen. Ich brauch’ keine Studie. Ich hab’ einen Bauch und einen Kopf“, sagt er.

Stehaufmännchen-Qualitäten verfeinert
Die Gründung einer Firma, die ersten Mitarbeiter, Wachstum, Rückschläge, Erfolge - es sind komprimierte Lehrjahre, die Jungunternehmer erleben. „Die Stehaufmännchen-Qualitäten, die ich im Sport gelernt habe, habe ich noch verfeinern dürfen“, sagt Jakob Schmied, Ex-Ruderer und Gründer von 3D-Druck-Spezialist Bernstein-Innovation.

Schon 18 Mitarbeiter
„Zu Beginn waren wir überfordert, jedenfalls nie unterfordert“, erinnern sich Stefan Faschinger, der mit Oliver Raferzeder 2016 die erste Filiale ihrer Bio-Bäckerei Brotsüchtig in Linz eröffnete, seit heuer einen zweiten Standort hat. Auch das Team ist gewachsen, auf mittlerweile 18 Mitarbeiter. „Wichtig ist, zu lernen, dass man nicht alles selbst machen kann“, so Raferzeder.

“Ich wollte keinen Chef haben“
Und Bernhard Aichinger? Der gründete seine in Wels ansässige Online-Shop-Agentur E-Conomix, „weil ich keinen Chef haben wollte“, sagt der 30-Jährige. Aichinger setzt auf „Freundschaftlichkeit, Fairness und offene Kommunikation mit dem Team“.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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