29.08.2018 14:18 |

Neue Überprüfung

Wiens Sanitäter mussten sich bei Test beweisen

Rund 500 Sanitäter der Berufsrettung Wien müssen alle zwei Jahre eine Rezertifizierung absolvieren. Diese Überprüfung findet seit Kurzem in der neuen Schulstation in Simmering statt und wird unter anderem mit einer Videoanalyse begleitet, wie bei einem Medientermin am Dienstagabend demonstriert wurde. „Da sind wir weit über dem gesetzlichen Niveau“, betonte Michael Girsa, Leiter der Schulstation.

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Nicht nur die Ausbildung von Sanitätern ist gesetzlich geregelt, sondern danach ist auch im Zwei-Jahres-Zyklus eine Rezertifizierung vorgeschrieben. Letztere wurde nun bei der Berufsrettung „ganz massiv verändert“, sagte der interimistische Rettungsdienstleiter Andreas Zajicek.

Geprüft wird an einem Tag jeweils ein Team aus zwei Sanitätern, die sonst auch gemeinsam Dienst am Rettungswagen versehen. Das Duo bekommt vorher Bescheid, wann der nächste Rezertifizierungstermin ansteht, und muss an diesem Datum seinen Dienst in der Rettungsstation in der Kaiser-Ebersdorfer Straße antreten.

„Leistungsüberprüfung, keine Trainingssituation“
Die Mitarbeiter müssen zwei Reanimationsszenarien und zwei Traumaszenarien durchlaufen, bei denen die Versorgung von Verletzungen geübt wird. Die verschiedenen Übungen dauern etwa zehn Minuten, die Mitarbeiter werden unter Stress gesetzt und kommen bei der Herzdruckmassage an der Puppe durchaus ins Schwitzen. „Das ist eine Leistungsüberprüfung, keine Trainingssituation“, betonte der Leiter der Schulstation.

Es folgt eine Nachbesprechung, Debriefing genannt, mit einer Analyse der Videoaufzeichnung. Am Nachmittag werden dann reale Einsätze gefahren und von einem Supervisor begleitet. Die Mitarbeiter erhalten am Ende des Tages eine schriftliche Beurteilung ihrer Leistung. Bei Bedarf bekommen sie Fortbildungen empfohlen. Umgekehrt müssen die Sanitäter auch Feedback-Bögen über den Trainer ausfüllen.

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