28.08.2018 10:46 |

Früher Schneefall

Die Wetterexperten rechnen mit warmem Winter

Mehr als 20 Zentimeter Neuschnee auf den Bergen und die kälteste Augustnacht seit dem Jahr 1998: Ein Wettersturz hat am Wochenende die Hitzewelle abrupt beendet. Wer sich angesichts der weißen Gipfel schon auf einen kalten, schneereichen Winter freut, wird aber enttäuscht. Experten erwarten eher das Gegenteil.

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Der Temperatursturz war nicht nur in den Bergen zu bemerken. Auch in tieferen Lagen war die Abkühlung deutlich spürbar. In Mallnitz bremste sich das Quecksilber in der Nacht auf Montag erst knapp vor dem Gefrierpunkt ein, und zwar bei 0,6 Grad. In St. Jakob im Defereggen (Osttirol) wurden 0,9 Grad gemessen.

Diese Werte können nach Ansicht von Gerhard Hohenwarter von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik aber nicht als Vorboten für einen kalten Winter gewertet werden: „Die Saisonvorhersagen gehen eher von einem überdurchschnittlich warmen Winter aus. Es dürfte sogar ziemlich eindrucksvoll zu warm werden.“

Dazu würde passen, dass Wetterexperten weltweit Ende 2018 wieder mit dem Wetterphänomen El Niño vor der Küste Südamerikas rechnen. Diese Wetterlage sorgt im Regelfall in Afrika, Australien sowie Südostasien für extreme Trockenheit. In Europa wiederum steigen die Temperaturen und die Wahrscheinlichkeit für sehr viel Niederschlag.

Hohenwarter: „Ob wir im Winter viel Schnee bekommen werden, lässt sich aber sehr schwer voraussagen. Da müssen viele andere Faktoren wie Meereseisbedeckung, tropische Zirkulationsmuster oder die langfristige Niederschlagsverteilung berücksichtig werden.“

Hohenwarter: „Das einzig wirklich Sichere an einer Langzeitprognose ist, dass sie unsicher ist.“

Auffallend ist aber für den Wetterprofi, dass der Klimawandel raschere Wetterwechsel wie man sie früher kannte, abgeschafft hat: So war das Wetter im Juni und Juli durchwegs wechselhaft, während es den ganzen August anhaltend heiß war.

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