Abertausende KTM-Fans bevölkerten gestern den Red Bull Ring in Spielberg beim „Heimspiel“. Geht’s nach Boss Stefan Pierer soll den Anhängern bald ein Podium in der Königsklasse geschenkt werden.
Als Max Verstappen am ersten Juli im Red Bull-Boliden zum Heimsieg in Spielberg rauschte, war das Formel 1-Wochenende mehr als perfekt - was für eine Krönung beim Fest am Red Bull Ring!
Darauf müssen die Motorrad-Fans von Red-Bull-Partner KTM in der Königsklasse MotoGP zwar noch warten, es liegt allerdings viel in den Händen eines Steirers, dass man diesem Traum Schritt für Schritt näher rückt. Und geht’s nach Milliardär und KTM-Boss Stefan Pierer, wird’s auch irgendwann passieren. Fix. „Ganz egal, wie lang’s dauert, wir werden in der MotoGP am obersten Podium stehen“, tönt der gebürtige Brucker. „Es hat sieben Jahre gedauert, bis wir die Dakar dominiert haben. Elf Jahre, bis wir die Nummer eins im Supercross waren. Es braucht Geduld, aber wir schaffen das.“
Pierer verdiente einst als Bauernbub in der Steiermark sein erstes Geld mit dem Sammeln von Eierschwammerln, jetzt steht er auf der Forbes-Liste. Und auch sein „Baby“ KTM will er bald in ungeahnte Höhen heben. Ein Heimsieg am Ring, wo auf der eigenen tief in die Farbe Orange getauchten KTM-Tribüne die Hälfte der 10.000 Fans KTM-Mitarbeiter sind, wäre das I-Tüpfelchen. „Wir bringen unsere Mitarbeiter her, damit sie sehen, wie hart das Renngeschäft ist. Klar, wir wollen Motorräder verkaufen, aber das Rennfahren ist unsere DNA. Jetzt müssen wir rausgehen und das schnellste Bike finden.“
Davon ist man aktuell weit entfernt. Bradley Smith rettete nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Pol Espargaro und Mika Kallio als Solo-Starter mit Rang 14 in Spielberg aber immerhin WM-Punkte über die Ziellinie. Und auch an der Personalfront erzielte die Pierer-Crew immerhin einen vorläufigen Treffer: Mit Randy de Puniet übernimmt ein ehemaliger KTM-Pilot die Rolle des finnischen Testpiloten bis Jahresende. Der Franzose baut auf eine Erfahrung aus 253 Grand Prix-Rennen.
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