Mo, 15. Oktober 2018

Kontrollen in Wien

08.08.2018 18:00

Hitze heizt Politstreit um Fiaker-Pferde an

Die Hitze hat den Politstreit um die Fiaker erneut entflammt. Während sich SPÖ, FPÖ und ÖVP für den Erhalt der Kutschen als „charakteristischen Bestandteil Wiens“ einsetzen, würden Tierschützer und Grüne am liebsten alle Pferde aus der Stadt verbannen. Am Mittwoch sandte Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) ihre Beamten zu einer „Aktion scharf“ an vier Fiaker-Standplätze der City aus.

Anlass seien zahlreiche Beschwerden aus der Bevölkerung. Streitfrage ist die 35-Grad-Marke. Erst darüber bekommen die Pferde laut Gesetz hitzefrei. „Die Tiere leiden sehr wohl unter den hohen Temperaturen“, meint Vassilakou, die mit schärferen Regeln droht.

„Hunderte Existenzen aufs Spiel gesetzt
„Stimmt nicht“, kontert die Initiative „Pro Fiaker“. „Wir lieben Pferde. Vassilakou setzt mit ihrem Frontalangriff Hunderte Existenzen aufs Spiel.“ 700 Arbeitsplätze stünden in direktem Zusammenhang mit dem Fiakergewerbe. City-Vorsteher Markus Figl (ÖVP) will wiederum mehr Geld vom Rathaus.

Keine gröberen Verstöße
Jedes Jahr müssten die Fiaker-Routen um 750.000 Euro repariert werden. „Das sind fast zehn Prozent unseres Bezirksbudgets“, meint Figl. Und was kam bei der „Razzia“ heraus? 17 Gespanne wurden überprüft. „Gröbere Verstöße gab nicht“, so die MA 65. Alle Pferde waren im guten Zustand.

Am Mittwoch war dann auch erstmals in dieser Saison auf Grund der Hitze von 35 Grad und mehr früher Dienstschluss. Die Tiere bekamen hitzefrei. Alle Kutscher hielten sich an die vorgegebene Regel und zogen am Nachmittag ab - bis auf eine Ausnahme. Der Unternehmer wird angezeigt.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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