Mo, 20. August 2018

Kunasek-Idee

04.08.2018 09:21

Umfrage: Mehrheit gegen Wehrdienst-Verlängerung

Vor einer Woche hat Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) anklingen lassen, dass er den Wehrdienst gerne wieder von sechs auf acht Monate verlängern möchte. Die Volkspartei erteilte der Idee umgehend eine Absage und liegt damit auf einer Linie mit der Mehrheit der Österreicher, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Demnach ist jeder Zweite gegen eine Verlängerung, nur ein knappes Drittel der Befragten kann sich für Kunaseks Forderung erwärmen.

Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research im Auftrag von „profil“ durchgeführten Umfrage (Sample: 500) lehnen exakt 49 Prozent der Österreicher eine Verlängerung des Grundwehrdienstes ab, 19 Prozent hatten keine Meinung zu der vom FPÖ-Verteidigungsminister angezettelten Debatte. 

Volkspartei gegen Kunaseks Vorschlag
Schon in der Vergangenheit hatte sich Kunasek für einen längeren - sieben Monate dauernden - Grundwehrdienst ausgesprochen. „Sechs Monate am Stück plus zwei Monate später wären ideal“, erklärte er vor einer Woche im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“. ÖVP-Wehrsprecher Michael Hammer wiegelte ab und erklärte, eine Änderung sei im Regierungsprogramm nicht vorgesehen. Es sei weder „sinnvoll“ noch „richtig, jetzt in das System einzugreifen“.

Zustimmung für Kunaseks Vorschlag kam dagegen vom neuen Generalstabschef des Bundesheeres, Robert Brieger, der dem Verteidigungsminister in der Diskussion den Rücken stärkte. Er ist demnach der Ansicht, dass Milizübungen „für die Herstellung der Einsatzbereitschaft der Truppen“ ein „sehr wertvoller Beitrag“ wären.

Offiziersgesellschaft fordert Rückkehr zum 6+2-Modell
Auch die Österreichische Offiziersgesellschaft, die seit Jahren die Aussetzung der verpflichtenden Truppenübungen kritisiert, fordert die Rückkehr zum bewährten 6+2-Modell (dieses besteht aus einem sechsmonatigen Grundwehrdienst und über Jahre verteilte Milizübungen, Anm.) des Wehrdienstes.

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