Do, 16. August 2018

Stärkung für Kunasek

30.07.2018 13:09

Auch Generalstabschef für längeren Wehrdienst

Robert Brieger, seit Juli neuer Generalstabschef des Bundesheeres, hat am Montag im Ö1-„Mittagsjournal“ Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) in der Diskussion um die Verlängerung des Grundwehrdienstes den Rücken gestärkt. Brieger ist demnach der Ansicht, dass Milizübungen „für die Herstellung der Einsatzbereitschaft der Truppen“ ein „sehr wertvoller Beitrag“ wären.

Laut Brieger (61), der vergangene Woche auch zum Flüchtlingsthema Stellung bezogen und Massenmigration als größte Bedrohung für Österreichs Sicherheit bezeichnet hatte, ist derzeit die Einsatzbereitschaft für „bestimmte Aufgaben“ zwar in vollem Umfang gegeben. Für „Aufgaben komplexerer Natur in Richtung militärische Landesverteidigung“ gebe es aber noch Nachholbedarf.

Längerer Grundwehrdienst kostet mehr Geld
Dem Generalstabschef ist dabei auch voll bewusst, dass es bei einer Verlängerung des Grundwehrdienstes auf acht Monate auch finanziellen Mehrbedarf gibt. „Im Sinne der Verantwortung für die Sicherheit Österreichs“ müsse eine solche Ausweitung das Geld aber wert sein.

„Entschiedenes Nein“ von der SPÖ
Ein „entschiedenes Nein“ zu einer Ausweitung der Wehrpflicht kam hingegen von SPÖ-Wehrsprecher Rudolf Plessl. „Anstatt für eine ordentliche Ausstattung des Bundesheeres und einen attraktiveren Wehrdienst zu kämpfen und die Mittel dafür bereitzustellen, will Minister Kunasek die Budgetprobleme nun offensichtlich auf dem Rücken der Wehrpflichtigen austragen“, meinte er am Montag.

Offiziersgesellschaft fordert Rückkehr zum 6+2-Modell
Die Österreichische Offiziersgesellschaft kritisiert seit Jahren die Aussetzung der verpflichtenden Truppenübungen und fordert die Rückkehr zum bewährten 6+2-Modell des Wehrdienstes. Dieses besteht aus einem sechsmonatigen Grundwehrdienst und über Jahre verteilte Milizübungen. „Die allgemeine Wehrpflicht, so wie sie die Verfassung vorsieht, bedeutet Grundwehrdienst und danach Milizverwendung. Ohne diese Milizverwendung haben wir eben keinen verfassungskonformen Zustand“, erläuterte Brigadier Erich Cibulka, Präsident der Offiziersgesellschaft, am Montag.

Brieger ist einer der profiliertesten Strategen des Heeres
Brieger gilt als einer der profiliertesten Strategen des Heeres und ist der Nachfolger von Othmar Commenda, der Ende Juni in Pension gegangen war.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Seien Sie live dabei!
Ganz Linz feiert mit der „Krone“
Oberösterreich
Nach Hinspiel-Pleite
4:0! Rapid wendet Aus in der Euro-League-Quali ab
Fußball International
Europa-League-Quali
Irre Wende! Neun-Tore-Wahnsinn in St. Petersburg
Fußball International
Unglückliches Aus
Last-Minute-Schock! LASK verpasst Sensation
Fußball International
Locker weiter
Sabitzer trifft bei Leipzig-Remis in EL-Quali
Fußball International
Fußmarsch zum Stadion
Bratislava-Fans stoppen U-Bahn vor Rapid-Match
Fußball International
Eklat in Linz
Besiktas-Fans randalieren! Polizei stürmt Tribüne
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.