28.07.2018 07:56 |

Ungarn-Grand-Prix

Hamilton: Nummer eins im zweiten Aufschlag

Mercedes-Star Lewis Hamilton startet mit 17 Punkten Vorsprung auf Sebastian Vettel in den Grand Prix von Ungarn  Vor heutigem Qualifying ließ der Brite seinen Emotionen wieder freien Lauf.

Lewis Hamilton steht vor dem Grand Prix von Ungarn wieder an der Spitze der WM-Wertung. Nach seiner sensationellen Triumphfahrt vor einer Woche in Hockenheim (von Startplatz 14 aus) hat er seinen Dauerrivalen Sebastian Vettel im Ferrari um 17 Punkte distanziert. Und wie schon in Deutschland, als er sich nach dem desaströsen Qualifying vor seinen Mercedes kniete und betete, so lässt er auch vor dem Rennen auf dem Hungaroring wieder seinen Emotionen freien Lauf. „Sebastian und ich erleben heuer den intensivsten Kampf, es gibt nur ein Ziel: In jeder Runde, in jeder Kurve das hundertprozentige Limit zu erreichen“, erklärte der vierfache Weltmeister und betonte: „Der Druck, auf der Strecke jeden Millimeter herauszuholen und alles aus deinem Körper herauszuquetschen, ist wahnsinnig groß - aber genau das muss ich schaffen, wenn ich die Nummer eins bleiben will.“

Ungarn-Rekordsieger
Zwar ist Hamilton mit fünf Erfolgen der Rekordsieger von Ungarn, von einer Spazierfahrt am Sonntag ist der Mann aus Stevenage aber weit entfernt. Im Gegenteil. Ferrari und auch Red Bull ist die Piste in der Puszta auf den Leib geschneidert. „Okay, aber das spielt in dieser Heftigkeit des Fights keine Rolle“, sagt Hamilton. „Du erleidest immer wieder Rückschläge, so wie ich in der Hockenheim-Quali. Aber alles hängt von deiner eigenen Stärke ab. Wie bei einem Tennisspieler, der den ersten Aufschlag ins Netz knallt, mit dem zweiten aber ein Ass serviert.“

Bereits sechsmal hat die Führung in der Weltmeisterschaft heuer zwischen Hamilton und Vettel gewechselt, aber während der Engländer aufgrund von technischen Problemen, unverschuldeten Kollisionen oder falschen Strategieentscheidungen viele Punkte liegen ließ, muss Vettel damit klar kommen, dass ihm schon vier Fahrfehler zum Verhängnis geworden sind.

Richard Köck, Kronen Zeitung

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