Mo, 17. Dezember 2018

Brutaler Revierkampf

19.07.2018 08:00

Rocker verprügelten Rivalen mit Golfschlägern

Weil Nürnberger Bandenmitglieder der Rocker-Gang „United Tribuns Italy“ ohne Bewilligung der Bosse ein neues Vereinslokal aufmachen wollten, wurden sie von mehreren Rockern brutal zusammengeschlagen. Die Täter prügelten auch mit Baseballschlägern auf ihre Opfer ein. Zwei der mutmaßlichen Angreifer sind Oberösterreicher (22, 26), sie wurden nun ausgeforscht.

Die brutale Abrechnung innerhalb der Nürnberger Rocker-Gang fand am 25. Oktober 2017 im bayrischen Schwabach statt. Fünf Mitglieder wollten offenbar ohne Erlaubnis der Clubführung ein neues, eigenständiges Chapter gründen. Dafür wurden die Abtrünnigen von vier Rocker-Kameraden offenbar im Auftrag ihres Präsidenten körperlich aufs Heftigste bestraft.

Denkzettel-Aktion
Unter den Handlangern, die losgeschickt worden waren, befanden sich auch zwei Oberösterreicher (22 und 26 Jahre). Die in Wels und Haid wohnenden Österreicher mit Migrationshintergrund stürmten gemeinsam mit zwei weiteren Verdächtigen das Clublokal des „neuen Chapter“.
Sie schlugen dort alles kurz und klein und sollen die in Ungnade gefallenen Kollegen unter anderem auch mit einem Golfschläger wild verprügelt haben.

Laut Polizei sollen sie bei der Denkzettel-Aktion auch den Tod der Opfer in Kauf genommen haben. Die Angegriffenen wurden schwer verletzt, der an der Einrichtung verursachte Sachschaden war beträchtlich. Auch sollen die Täter Clubkleidung im Wert von 1800 Euro gestohlen haben.

EU-Haftbefehle
Insgesamt wurden zwei EU-Haftbefehle in Deutschland, zwei in Österreich und einer in Italien sowie Hausdurchsuchungen in allen drei Ländern in Auftrag gegeben. Die oberösterreichischen Verdächtigen wurden nun geschnappt, werden aber nicht nach Deutschland ausgeliefert. Von der Staatsanwaltschaft Wels ist ein eigenes Verfahren wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung eröffnet worden. Beide Verdächtige gaben zu, im Auftrag des Rocker-Präsidenten bei der Tat in Schwabach mitgemacht zu haben.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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