So, 23. September 2018

Konsequenzen gefordert

18.07.2018 06:54

Tierschützer beklagen illegale Blauwal-Tötung

Aktivisten der Organisation „Sea Shepard“ dokumentierten das Anlanden eines Wals, der von Experten eindeutig als Blauwal identifiziert wurde. Es handelt sich um die erste Erlegung eines dieser stark vom Aussterben bedrohten Tiere seit mehreren Jahrzehnten. Die Tierschützer halten den isländischen Walfänger Kristján Loftsson für den Täter, der auch für die Fortsetzung der kommerziellen Bejagung stark gefährdeter Finnwale im Nordatlantik verantwortlich ist.

Mit seinen Aktivitäten soll Loftsson bereits seit Jahren nicht nur die internationale Staatengemeinschaft provozieren, sondern auch strikte Artenschutzbestimmungen und das bestehende Walfangverbot untergraben, so „Ocean Policy Consultant“ Nicolas Entrup. „Islands Regierung muss Kristján Loftsson umgehend die Jagdlizenz entziehen. Die Bejagung stark gefährdeter Finnwale, ohne einen Absatzmarkt für die Produkte zu haben, ist Verschwendung und ein Angriff auf internationale Artenschutzbemühungen. Doch die Tötung eines Blauwals ist schlichtweg ein Skandal. Können die Walfänger einen Blauwal von einem Finnwal nicht unterscheiden, ist es ein weiterer Grund die Jagdlizenz zu entziehen.“ Die Organisation“ OceanCare“ fordert eine umfassende Untersuchung des Vorfalls, den unmittelbaren Entzug der Jagdgenehmigung für Kristján Loftsson seitens der isländischen Behörden und eine klare Reaktion der internationalen Gemeinschaft. Seit Jagdbeginn vor wenigen Wochen wurden bereits mehr als 20 Finnwale erlegt.

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