Fr, 17. August 2018

Um Mutter zu besuchen

12.07.2018 07:36

Angeklagter Lifeline-Kapitän darf Malta verlassen

Der deutsche Kapitän des Flüchtlingsschiffs Lifeline hat vor dem Gericht in Malta einen Teilsieg errungen. Claus-Peter Reisch darf die Mittelmeerinsel ab dem 16. Juli verlassen, um seine betagte Mutter in Deutschland zu besuchen. Laut der Hilfsorganisation Mission Lifeline muss Reisch allerdings zum nächsten Verhandlungstermin am 30. Juli wieder persönlich erscheinen.

Axel Steier, Mitgründer der NGO, begrüßte die Aufhebung der Ausreisesperre: „Unserer Einschätzung nach würde ein weiteres Festhalten von Herrn Reisch auf Malta gegen europäisches Recht verstoßen.“ Über die genauen Beweggründe der maltesischen Richter sei ihm aber nichts bekannt.

Die Lifeline hatte vor rund drei Wochen 234 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet und war danach tagelang über das Mittelmeer geirrt, weil Italien und Malta zunächst ein Anlegen verweigerten. Schließlich durfte das Schiff in Malta anlegen, wurde aber von den Behörden beschlagnahmt (siehe Video).

Den Flüchtlingshelfern wird vorgeworfen, sich bei der Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer behördlichen Anweisungen widersetzt und gegen internationales Recht verstoßen zu haben. Kapitän Reisch wurde mehrfach von der Polizei vernommen und vergangene Woche vor Gericht gestellt. Die Dresdener Hilfsorganisation bestreitet jegliches Fehlverhalten.

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